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Politik

Infomaterialien zur Darmkrebs­früherkennung gut verständlich

Dienstag, 19. September 2023

/shevchukandrey, stock.adobe.com

Köln – Die Informationsmaterialien zur Darmkrebsfrüherkennung sind gut verständlich, Versicherten bewerten diese überwiegend als gut bis sehr gut. Es zeigt sich aber auch Verbesserungspotenzial. Das ergab eine Evalu­a­tion des Infomaterials durch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

Seit 2019 erhalten gesetzlich Krankenversicherte ab 50 Jahren von ihrer Krankenkasse per Post Informations­materialien, die sie auf das kostenfreie Angebot der Darmkrebsfrüherkennung aufmerksam machen.

Die Briefe enthalten ein Anschreiben und eine Broschüre, die die Vor- und Nachteile der beiden Untersuchun­gen Stuhltest und Darmspiegelung erklärt und eine informierte Entscheidung für oder gegen die Teilnahme am Screening unterstützt.

Die Entwürfe der heute eingesetzten Materialien hatte das IQWiG 2016 im Auftrag des Gemeinsamen Bun­desausschusses selbst entwickelt. Die Evaluation der Informationsmaterialien erfolgte durch eine externe Arbeitsgruppe, die ihre Ergebnisse und Empfehlungen in einem Gutachten zusammengefasst haben.

Die Sachverständigen haben mehr als 1.000 Versicherte sowie etwa 150 Vertragsärzte befragt oder ausführ­lich interviewt. Bei der Auswahl der Versicherten wurden Alter, Geschlecht, Bildung und Wohnort berücksich­tigt, um möglichst repräsentative Ergebnisse zu erhalten. Ein besonderes Gewicht lag dabei auf dem Einbezug von sozial benachteiligten Menschen.

Insgesamt beurteilen die Befragten das Material positiv. 41 Prozent der Befragten gaben an, nach Erhalt des Briefes mindestens eine Leistung der Darmkrebsfrüherkennung – Beratungsgespräch, Stuhltest oder Darm­spie­gelung – in Anspruch genommen zu haben. 36 Prozent wollen zukünftig daran teilnehmen. Etwa ein Viertel der Befragten findet die Materialien jedoch zu lang.

Die externen Sachverständigen empfehlen, den Umfang der Broschüre zu kürzen und zusammenfassende Informationen an den Anfang zu stellen. Ergänzend sollte zudem ein Onlineangebot aufgebaut werden, das für sich allein stehen kann und umfassender über das Darmkrebsfrüherkennungsprogramm und die Untersu­chungsmaßnahmen informiert als die Broschüre.

Dabei sollten die Online-Informationen für unterschiedliche Personengruppen aufbereitet sein und verschie­dene Informationstiefen und Formate wie Videos, Animationen oder interaktive Elemente enthalten. © hil/aerzteblatt.de

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