Hochschulen
Erste Humanstudie mit Impfstoff gegen Marburg-Virus gestartet
Freitag, 26. Juli 2024
Oxford – An der University of Oxford wird erstmals ein Impfstoff gegen das Marburg-Virus an Menschen getestet. Nach Angaben der Universität wurden die ersten von 46 geplanten Teilnehmenden in die Phase-1-Studie eingeschlossen.
Das ChAdOx1-Marburg-Vakzin basiert auf der gleichen Plattform, die die Oxford Vaccine Group nutzte, um den Oxford/Astrazeneca-COVID-19-Impfstoff zu entwickeln.
Infektionen mit dem Marburg-Virus enden in bis zu 88 % der Fälle tödlich. Obwohl das Virus schon vor mehr als einem halben Jahrhundert entdeckt wurde – die ersten Fälle traten 1967 auf –, gibt es bis heute weder einen Impfstoff noch wirksame Behandlungsoptionen.
Seit seiner Entdeckung gab es mehrere Ausbrüche der tödlichen Infektionskrankheit in Sub-Sahara-Afrika, erst 2023 in Tansania und Äquatorialguinea. Infektionen mit dem Marburg-Virus zählen zu den Zoonosen, Überträger sind Fledermäuse. Darüber hinaus finden Ansteckungen durch den Verzehr von „bushmeat“ (Fleisch von infizierten Affen) statt.
Das Virus kann durch Körperkontakt und Körperflüssigkeiten zwischen Menschen übertragen werden. Die Erkrankung ist charakterisiert durch hämorrhagisches Fieber und Enzephalitis.
Von der Weltgesundheitsorganisation wurde die Infektion mit dem Marburg-Virus als eine der Krankheiten designiert, die vorrangig erforscht werden sollten, um Präventions- und Therapieverfahren zu entwickeln.
„Zwar waren die Ausbrüche des Marburg-Virus in der Vergangenheit immer klein, aber diese verheerende Erkrankung hat begonnen, sich immer weiter auszubreiten, und das Potenzial einer Pandemie ist eine berechtigte Sorge“, sagt Studienleiterin Teresa Lambe von der Oxford Vaccine Group. © nec/aerzteblatt.de








