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Ausland

Strengere Grenzwerte für europäische Badegewässer

Mittwoch, 18. Januar 2006

Straßburg - In den letzten Jahren hat sich die Qualität deutscher Badegewässer kontinuierlich erhöht. Im Jahr 2004 erfüllten in Deutschland 98,7 Prozent aller Badegebiete an den Küsten und 95,1 Prozent der Binnengewässer die Qualitätsmindestanforderungen der Europäischen Union (EU). Die europäischen Vorgaben, nach denen die Wasserqualität gemessen wird, stammen allerdings noch aus dem Jahre 1976. Das Europaparlament stimmte daher am 18. Januar einem Vorschlag der EU-Kommission für eine aktualisierte Richtlinie über die Qualität der Badegewässer Europas zu. 

Demnach soll der Fäkalgehalt des Wassers künftig nur noch anhand von zwei Parametern ermittelt werden, bislang sind es 19 Parameter. Gleichzeitig stimmten die Volksvertreter für strengere Grenzwerte und eine verbesserte Information sowie Beteiligung der Öffentlichkeit an der Überwachung der Badegewässerqualität. So sollen sich interessierte Bürger in Zukunft über das Internet über die Wasserqualität an europäischen Badeplätzen informieren können. 

Zudem sollen europaweit einheitliche Symbole an den Badegewässern Auskunft über die Wasserqualität geben. Darüber hinaus verpflichtet die Richtlinie die EU-Kommission dazu, kontinuierliche Untersuchungen hinsichtlich potenzieller Gesundheitsrisiken zum Beispiel durch die Verunreinigung von Seen, Flüssen und Meeresküsten durch Viren vorzunehmen.

Der jährliche Report der EU-Kommission zur Qualität der Badegewässer in Europa erscheint jeweils im Mai des Folgejahres. © ps/aerzteblatt.de

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