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Ausland

USA: Wissenschaftler befürworten Verkauf von Spenderorganen

Montag, 20. Februar 2006

New York - Innerhalb der amerikanischen Ärzteschaft wird derzeit kontrovers über das Thema Organtransplantationen und den akuten Mangel an Spenderorganen diskutiert. Anlass für die Ethikdebatte sind Vorschläge zweier Wissenschaftler, die anregen, den umstrittenen Verkauf von menschlichen Spenderorganen zu legalisieren.

Wie aus Zahlen des amerikanischen Ge­sund­heits­mi­nis­teriums hervor geht, warteten im vergangenen September rund 65.000 Patienten auf eine Spenderniere. Rund 3.000 dieser Patienten werden nach Angaben von Professor Eli Friedman (State University New York) sterben, bevor für sie ein passendes Spenderorgan gefunden werden kann. 

Friedman regt zusammen mit ihrer Forscherkollegin Amy Friedman (Yale University) an, einen legalen Organmarkt zu schaffen. Organspender sollten pro Spenderniere 40.000 Dollar erhalten. Auf diese Art und Weise werde zum einen dafür gesorgt, dass mehr Organe von Lebendspendern zur Transplantation verfügbar seien. Gleichzeitig werde dem Schwarzhandel mit menschlichen Organen das Wasser abgegraben.

US-Forscher weisen darauf hin, dass in Gegenden wie China, Südamerika und Osteuropa bereits heute ein blühender Schwarzmarkt für menschliche Organe bestehe. In West-Europa warten nach Angaben von Forschern derzeit rund 40.000 Patienten auf eine Spenderniere. Auch hier fehle es an Organen. 

Die US-Ärzteschaft spricht sich jüngsten Meinungsumfragen zufolge ebenso wie die Öffentlichkeit mehrheitlich dafür aus, den Organhandel nicht zu legalisieren. /KT

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