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45 Jahre Mutterpass: Frauenärzte ziehen positive Bilanz

Mittwoch, 8. März 2006

Berlin - 90 Prozent der Frauen in Deutschland gehen rundum gut versorgt durch eine Schwangerschaft. Diese positive Bilanz hat am Mittwoch in Berlin der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) gezogen. Anlass dazu war die Einführung des Mutterpasses vor 45 Jahren. Seit dem habe man die medizinische Qualität und den Umfang der Vorsorgeuntersuchungen stetig verbessern und erweitern können, betonte der BVF. 

„Mütter gehen heute ihre Schwangerschaft sehr bewusst an und nehmen die gesetzlich geregelten Vorsorgeuntersuchungen im Allgemeinen sehr ernst“,  erklärte BVF-Präsident Dr. Christian Albring. Dadurch könnten Gefahren, die die Gesundheit und das Leben von Mutter und Kind gefährden, früh erkannt und bewältigt werden. 

Starben in Deutschland im Jahr 1960 noch 35 von 1.000 Neugeborenen, waren es im Jahr 2004 weniger als fünf Kinder auf  1.000 Neugeborene. Dass rund zehn Prozent der Schwangeren das ärztliche Vorsorgeangebot nicht annehmen, bezeichnete Albring gleichwohl als problematisch. In Zukunft müsse man nach Wegen suchen, um auch diese Frauen zu erreichen. Denkbar seien aufsuchende Fürsorgeangebote von Familien-Hebammen.

Albring sprach sich zudem für eine weitere inhaltliche Optimierung der Schwangerenvorsorge in Deutschland aus. So sollten beispielsweise die Toxoplasmose-Untersuchung oder der Test auf Schwangerendiabetes in die Mutterschaftsrichtlinien aufgenommen und als Standarduntersuchungen von den Krankenkassen bezahlt werden. /Dar

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