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Ausland

Medikamentenfälschungen - ein unterschätztes Problem

Freitag, 8. September 2006

Brüssel - Gefälschte Medikamente sind längst nicht mehr nur in Entwicklungsländer im Umlauf. So wurden an den europäischen Grenzen im vergangenen Jahr 800.000 gefälschte Arzneimittel beschlagnahmt. „Renner“ bei den in betrügerischer Weise hergestellten Produkten sind Lifestyle-Medikamente, Wachstumshormone und Schlafmittel. Das Internet macht es Produktpiraten außerdem leichter, ihre Ware zu vertreiben.

Dem will die EU jetzt den Kampf ansagen. In einer Resolution fordert das Europaparlament die Kommission auf, europaweit gegen das Problem vorzugehen. Die geltenden nationalen Rechtsvorschriften reichten nicht aus, den Handel mit gefälschten Medikamenten in Europa wirksam zu bekämpfen, erklärten die Abgeordneten. Die Sanktionen seien meist zu lax. Deshalb sei es dringend erforderlich, die Herstellung sowie den Vertrieb von und mit gefälschten Arzneimitteln als Straftat einzustufen und die Kontrollen bei der Ausfuhr von Medikamenten zu verschärfen.

Arzneimittelfälschungen können sowohl Originalpräparate als auch Generika betreffen. Die Palette der gefälschten Ware reicht von Produkten mit falschen oder fehlenden Inhaltsstoffen, einer falschen Menge an aktiven Inhaltsstoffen bis hin zu unzureichenden Produktinformationen und gefälschten Verpackungen. © ps/aerzteblatt.de

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