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Integrierte Versorgung kann Zufriedenheit steigern und Kosten senken

Montag, 18. September 2006

Witten/Herdecke – Die integrierte Versorgung im Gesundheitswesen kann die Patientenzufriedenheit signifikant steigern und die Behandlungskosten deutlich senken. Das berichtet das Institut für Strategieentwicklung der Universität Witten/Herdecke am 18. September.

„Jahr für Jahr könnten im deutschen Gesundheitswesen bedeutende Summen eingespart werden, wenn man endlich die Potenziale, die die integrierte Versorgung bietet, konsequent und systematisch ausschöpfte“, erklärten Manuel Dolderer und Hergen Wöbken vom Institut für Strategieentwicklung. Aus den bisher nur vereinzelt bestehenden Projekten zur integrierten Versorgung könnten schon bald erstzunehmende Alternativen zur Regelversorgung entstehen, so ihre Prognose.

Das Wittener Institut hatte im Auftrag der Barmer Ersatzkasse, der St. Franziskus-Stiftung und der Inoges AG ein Projekt zur integrierten Versorgung einer wissenschaftlichen Evaluation unterzogen: Das Projekt Endoprothetik in Münster ist eines der ersten und bis heute größten Integrationsprojekte im deutschen Gesundheitswesen. In einer Patientenevaluation befragten Angehörige des Instituts sämtliche Patienten, die an der Integrationsversorgung teilgenommen haben, sowie eine Vergleichsgruppe von Patienten der Regelversorgung schriftlich.

Dabei zeigte sich, dass die Patienten in der integrierten Versorgung mit allen Stufen ihres Behandlungsprozesses signifikant zufriedener waren und die Entwicklung ihres Gesundheitszustands erheblich besser beurteilten als vergleichbare Patienten der Regelversorgung. Gleichzeitig sanken die gesamten Behandlungskosten pro Patient im Durchschnitt um etwa zehn Prozent.

Diese Kostenreduktion sei unter anderem auf die Optimierung aller Schnittstellen des Behandlungsprozesses zurückzuführen, was sich beispielsweise in einer deutlichen Verkürzung der durchschnittlichen Liegezeiten zeige. „Die integrierte Versorgung als innovative Versorgungsform kann helfen, die Gesundheitsversorgung in Deutschland auf ein neues Qualitätsniveau zu heben“, so Dolderer. © hil/aerzteblatt.de

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