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Medizin

US-Studie: Ärzte informieren zu selten über Nebenwirkungen

Dienstag, 26. September 2006

Los Angeles - Vielen Ärzten fällt es offenbar schwer, ihre Patienten offen auf mögliche Risiken und Nebenwirkungen der Medikamente hinzuweisen, die sie verordnen. Diesen Eindruck vermittelt zumindest eine Studie in den Archives of Internal Medicine (2006; 166: 1855-1862).

Fünf Informationen sollten Ärzte nach Ansicht von Derjung Tarn, Universität von Kalifornien in Los Angeles, ihren Patienten immer geben, wenn sie ein Medikament verordnen: Den Namen des Medikamentes, den Grund der Verordnung, die Dauer der Einnahme, die möglichen Nebenwirkungen und die genaue Dosierung. Tatsächlich machten die Ärzte, die am Physician Patient Communication Project teilnahmen, im Durchschnitt nur 3,1 Angaben.

Dies geht laut Tarn aus den Transkripten der Arzt-Patienten-Gespräche hervor, die im Rahmen der Studie auf Tonband aufgezeichnet wurden. Am häufigsten nannten die Ärzte noch den Grund für die Verordnung (87 Prozent) und den Namen des verordneten Medikamentes (74 Prozent). Die Zahl der Tabletten wurde in 55 Prozent erwähnt und in 58 Prozent wurden Angaben zur Dosierung gemacht. Aber nur in 35 Prozent der Fälle sprachen die Ärzte mit den Patienten über mögliche Risiken und Nebenwirkungen der Medikamente.

Zwar könnte der Patient alle diese Angaben auch den Packungsbeilagen entnehmen, doch Tarn hat vermutlich nicht ganz unrecht, wenn er vermutet, dass viele Probleme vermieden würden, wenn die Ärzte mit den Patienten genau über Dosierung und Einnahme und über die möglichen Nebenwirkungen reden.
© rme/aerzteblatt.de

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