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Rheuma: Frauen häufiger betroffen, aber schlechter versorgt

Dienstag, 10. Oktober 2006

Wiesbaden - Frauen erkranken etwa dreimal häufiger als Männer an rheumatoider Arthritis. Die Krankheit verläuft bei ihnen zudem eher schwerer als bei Männern. Trotzdem werden sie zurückhaltender behandelt, möglicherweise aus größerer Sorge vor Nebenwirkungen. Darauf hat die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie im Vorfeld ihres Jahreskongresses hingewiesen. Das Treffen findet vom 18. bis 21. Oktober in Wiesbaden statt.

Die rheumatoide Arthritis ist die häufigste entzündlich-rheumatische Erkrankung. Sie betrifft knapp ein Prozent der Bevölkerung. Die Erkrankung beginnt meist im Alter von 50 bis 70 Jahren. Aber auch junge Menschen können daran erkranken: etwa 15 Prozent vor dem 40. Lebensjahr. Unter diesen jungen Erkrankten sind Frauen viermal häufiger vertreten als Männer. Nach den Daten des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums leiden Frauen zudem stärker unter Schmerzen und Funktionseinschränkungen und schätzen ihren Gesundheitszustand deutlich schlechter ein als Männer.

„Es gibt eine Vielzahl von Hinweisen, dass weibliche Hormone Autoimmunkrankheiten fördern“, erklärt Dr. Gabriela Riemekasten von der Klinik für Rheumatologie und klinischer Immunologie der Berliner Charité, Campus Mitte. Östrogene haben Studien zufolge einen eher ungünstigen Einfluss auf die rheumatoide Arthritis. Andererseits gebe es auch Hinweise, dass sich weibliche Hormone positiv auf die Erkrankung auswirken können. Frauen, die hormonell verhütet haben, erkrankten zum Beispiel halb so oft an einer rheumatoiden Arthritis wie Frauen, die nicht hormonell verhütet haben.

„Medikamentenstudien bei der Behandlung der rheumatoiden Arthritis weisen leider selten die Ergebnisse von Männern und Frauen getrennt aus“, bedauert Prof. Dr. Angela Zink vom Forschungsbereich Epidemiologie am Deutschen Rheuma-Forschungszentrum (DRFZ) in Berlin. Nur eine für geschlechtsspezifische Unterschiede sensible medizinische Versorgung sei jedoch geeignet, Über-, Unter- und Fehlversorgung zu verringern. © hil/aerzteblatt.de

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