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Ausland

China: Krankenhäuser setzen verstärkt auf Medizintourismus

Donnerstag, 21. Dezember 2006

Peking - Chinesische Krankenhäuser entdecken immer stärker die freie Marktwirtschaft. Dortigen Medienberichten zufolge haben landesweit Hunderte Kliniken damit begonnen, aktiv um Patienten aus dem In- und Ausland zu werben. Dabei wird zum einen auf die fachärztliche Kompetenz gesetzt, die es in vielen chinesischen Kliniken gibt. Zum anderen werben die Krankenhäuser mit günstigen Preisen. 

Gerade zu Weihnachten und zum Neujahr werben Kliniken zusehends mit Rabatten. Das ist umso erstaunlicher, da weder Weihnachten noch der 1. Januar offizielle chinesische Feiertage sind. Nach Berichten von „Asia News“ beschäftigen viele Kliniken im Reich der Mitte inzwischen eigene Marketing-Manager. Deren Aufgabe ist es, Privatpatienten anzulocken. Westliche Patienten werden mit Versprechungen wie „im internationalen Vergleich sehr hoher fachärztlicher Kompetenz“ angesprochen. Über die Weihnachtsfeiertage und über Neujahr bieten zahlreiche Kliniken Discountpreise für ambulante und stationäre Behandlungen an, so die Zeitung weiter. 

Das Ge­sund­heits­mi­nis­terium in Peking unterstützt den Drang zu mehr Marktwirtschaft im Gesundheitswesen. Dabei spielt nicht zuletzt die Überlegung eine Rolle, dass das staatliche Gesundheitssystem ebenfalls von gut verdienenden Beleg-Krankenhäusern profitieren kann, da ein Teil des verdienten Geldes wieder in das System investiert werde. © KT/aerzteblatt.de

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