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Politik

Koch: Heroinprogramme für Schwerstabhängige fortsetzen

Freitag, 9. Februar 2007

Frankfurt/Main - Der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) tritt im Gegensatz zu großen Teilen seiner Partei dafür ein, die Heroinprogramme für Schwerstabhängige weiterzuführen. „Der Bund wäre schlecht beraten, wenn er die Grundlagen dafür entfallen lassen würde“, sagte Koch der „Frankfurter Rundschau“ vom Freitag. Die Projekte seien zur Hilfe für Drogenkranke notwendig, weil es keine Alternativen gebe. Auch der Karlsruher Oberbürgermeister Heinz Fenrich (CDU) will sich der ablehnenden Haltung der Unions-Fraktion zur kontrollierten Abgabe von Heroin an Schwerstabhängige nicht beugen.

Die hessische Landesregierung, so Koch, unterstütze deswegen die Bundesratsinitiative des Hamburger Bürgermeisters Ole von Beust (CDU). Diese beabsichtigt, die Projekte zur Heroin-Vergabe zu erhalten. In dieser Frage seien sich diejenigen Länder einig, in denen es derartige Drogenprojekte gebe, sagte der Ministerpräsident.

Die Unions-Fraktion im Bundestag hatte durchgesetzt, dass die Unterstützung von Modellprojekten etwa in Frankfurt oder Hamburg im Sommer ausläuft. Koch betonte allerdings, er wolle keine bundesweiten Drogenambulanzen. Eine Vergabe solle nur in Ausnahmefällen an Schwerpunkt-Orten stattfinden.

Fenrich zeigte sich überzeugt, dass diese "moderne" Art der Drogenpolitik "die Verelendung der Abhängigen" verhindere. Zudem sei diese Hilfe eine moralische und ethische Verpflichtung. Der Oberbürgermeister bietet Kritikern an, sich in den entsprechenden Einrichtungen in Karlsruhe ein Bild zu machen.

"Jeder, der bei uns schon zu Besuch war, geht beeindruckt dort weg, denkt nach und kommt zu einem anderen Ergebnis", sagte Fenrich. Seit April 2002 nimmt Karlsruhe an dem Modellprojekt teil, an dem sich bundesweit sieben Großstädte beteiligen. Das Projekt soll im Juni dieses Jahres auslaufen. © ddp/aerzteblatt.de

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