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Ärzteschaft

Bundes­ärzte­kammer trotz Nachbesserungen unzufrieden mit Gewebegesetz

Freitag, 25. Mai 2007

Berlin - „Es ist ein Fehler, menschliche Zellen und Gewebe dem Arzneimittelrecht zu unterstellen. Wir hätten uns gewünscht, dass die Regierung diesen Fehler vollständig korrigiert“, kommentierte Bundes­ärzte­kammer-Präsident Jörg-Dietrich Hoppe die Verabschiedung des Gewebegesetzes durch den Deutschen Bundestag am Freitag in Berlin. Kein anderes europäisches Land habe diesen Weg zur Umsetzung der EU-Geweberichtlinie beschritten. Der gewählte Ansatz widerspreche der Regelungssystematik der EU. 

Hoppe zufolge wäre es aus medizinischen, ethischen und rechtlichen Gründen besser gewesen, die klassischen Gewebetransplantate wie Augenhornhäute, Herzklappen, ganze Knochen und Blutgefäße dem Transplantationsgesetz oder einem eigenständigen Gewebegesetz zu unterstellen. Der BÄK-Präsident bezeichnete es als „höchst problematisch“, dass die Bestimmungen zum Umgang mit Keimzellen nicht in einem eigenständigen Fortpflanzungsmedizingesetz geregelt werden.

Anzuerkennen sind jedoch aus Sicht der BÄK die Nachbesserungen am Regierungsentwurf. „Wir begrüßen sehr, dass im Gesetz nun der Organspende Vorrang vor der Gewebespende eingeräumt wird“, so Hoppe. Auch die Kritik der Ärzteschaft an der Kommerzialisierung der Gewebemedizin sei nicht wirkungslos geblieben. Gegenüber den ursprünglichen Plänen sei die jetzt vorgenommene Einschränkung der Kommerzialisierbarkeit auf zulassungspflichtige, industriell hergestellte Produkte aus menschlichen Zellen und Geweben eine wirkliche Verbesserung. © EB/aerzteblatt.de

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