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Studie: Asylbewerber häufig Opfer von Folter-Erfahrungen

Freitag, 26. Oktober 2007

Berlin - Folteropfer leiden nach Angaben des Ulmer Schmerzforschers Harald Traue oft noch viele Jahre unter ihren Erlebnissen. Neben Erinnerungsattacken, Vermeidungsverhalten und körperlicher Übererregung gehörten Schmerzen zu den häufigsten Nachwirkungen von Folter, erklärte Traue am Freitag beim Deutschen Schmerzkongress in Berlin. Dort stellte er die Ergebnisse einer Untersuchung des Ulmer Zentrums für Folteropfer vor.

Stark betroffen seien vor allem Asylbewerber in den westlichen Ländern. Nahezu jeder Dritte von ihnen habe extreme traumatische Erfahrungen hinter sich, so Traue. Ärzte, die Asylbewerber behandelten, seien deshalb besonders gefordert. „Sie müssen sich bei der Beurteilung von körperlichen Beschwerden einer Traumatisierung als möglicher Ursache bewusst sein“, mahnte der Experte.

70 bis 90 Prozent all jener, die Folter überlebten, entwickelten infolge ihrer Erlebnisse posttraumatische Belastungsstörungen, erklärte der Mediziner. Darüber hinaus litten Folteropfer unter einer Vielzahl körperlicher Beschwerden. Mehr als jeder dritte Betroffene habe Schläge, Überdehnungen oder sexuelle Traumata erlitten oder die Traumatisierung anderer Personen miterleben müssen. © kna/aerzteblatt.de

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