Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

Studie belegt Effektivität von Placebo-Doping

Mittwoch, 7. November 2007

Turin – Jeder Dopingtest muss versagen, wenn die Sportler statt der verbotenen Substanzen Placebos einsetzen. Glaubt man einer Studie im Journal of Neuroscience (2007; 27: 11934-11939), dann ist diese Methode sogar wirksam. 

Schmerzen sprechen bekanntlich sehr gut auf Placebos an, und nicht wenige Ausdauersportler benutzen Opioide, um die Schmerzen während der Trainingsphase zu unterdrücken. Dies ist sogar legal, denn die World Anti-Doping Agency (WADA) in Montreal verbietet Opioide nur während des Wettkampfes, nicht jedoch in der Trainingsphase.

Der Neurowissenschaftler Fabrizio Benedetti von der Universität Turin hat in einer Studie untersucht, ob sich die Sportler täuschen lassen. Sie behandelten die Sportler während einiger Trainingseinheiten mit einem starken Opioid, das sie bei der nächsten Einheit eine Woche später – ohne Wissen der Sportler – gegen ein Placebo austauschten. Wie sie in der Publikation versichern, kam es bei den Sportlern zu einer starken Placebowirkung.

Die Präkonditionierung durch die frühere Opioidgaben befreite sie von den Schmerzen, sodass sie über ihre natürlichen Grenzen hinausgehen konnten. Für Benedetti stellt sich die Frage, ob ein solches Placebo-Doping ethisch vertretbar ist. Vermeidbar wäre es wohl nur durch das Verbot von Schmerzmitteln in der Trainingsphase. © rme/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
J
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige