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Ärzteschaft

KV Bayern warnt vor Einbußen durch den Gesundheitsfonds

Dienstag, 27. November 2007

München – Maßnahmen gegen den Abfluss von Beitragsgeldern in andere Bundesländer hat die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bayerns von der Landesregierung gefordert. Die Ver­tre­ter­ver­samm­lung der KV bezeichnete es am 24. November als „unerträglich“, dass sich die Bayerische Staatsregierung noch nicht mit dem Thema befasst habe. „Wir sind sehr enttäuscht, dass Ministerpräsident Günther Beckstein in seiner Regierungserklärung die riesige Gefahr für die Bevölkerung in Bayern, für unsere Patienten, aber auch für jede einzelne Arzt- und Psychotherapeutenpraxis mit keinem Wort erwähnt hat. Die Rücksicht auf die große Koalition in Berlin darf nicht so weit gehen, eine qualitativ hochwertige Versorgungsstruktur sehenden Auges an den Abgrund zu führen", sagte der KV-Vorstandsvorsitzende Axel Munte.

Scharfe Kritik an den Krankenkassen übten die stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Gabriel Schmidt und Rudi Bittner auf der Ver­tre­ter­ver­samm­lung. „Statt Callcenter und obskure Wellness-Angebote zu finanzieren, sollten die Kassen sich lieber auf ihre eigentliche Aufgabe besinnen und für die Behandlung ihrer Versicherten bei den niedergelassenen Haus-, Fachärzten und Psychotherapeuten angemessene Mittel bereitstellen“, sagte Schmidt. © hil/aerzteblatt.de

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