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Ärzteschaft

Abrechnungsbetrug: KV Schleswig-Holstein informiert Staatsanwaltschaft

Donnerstag, 14. Februar 2008

Bad Segeberg/Kiel – Die Abgeordnetenversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) hat beschlossen, den Arbeitsvertrag ihres Vorsitzenden Ralf Büchners aufzulösen. Gleichzeitig hat der KV-Vorstand die Staatsanwaltschaft informiert. Büchner war im Oktober 2007 vorgeworfen worden, falsch abgerechnet zu haben. Der Plausibilitätsausschuss, der für solche Fälle bei der KV zuständig ist, hatte ebenfalls Mängel festgestellt.

„Das Vertrauen zwischen den Abgeordneten der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein und KVSH-Chef Ralf W. Büchner ist erheblich gestört“, lautete der Kommentar des Vorsitzenden der Abgeordnetenversammlung der KV, Jochen-Michael-Schäfer.

Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren des Bundeslandes begrüßte die Entscheidung der KV. Schließlich müsse eine lückenlose Aufklärung erreicht werden, im Interesse der Beitragszahler und der KVSH selbst, so Gitta Trauernicht, Ge­sund­heits­mi­nis­terin in Schleswig-Holstein.

Trauernicht ergänzte: „Wir müssen nun die Folgerungen aus [den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft] abwarten.“ Ungeachtet dieser Entwicklungen erwartet die Ge­sund­heits­mi­nis­terin, dass die KVSH ihren Aufgaben weiterhin nachkommt. © EB/aerzteblatt.de

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