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Medizin

Diesel-Abgase sind Stress für das Gehirn

Dienstag, 11. März 2008

dpa

London – Selbst ein relativ kurzer Kontakt mit Dieselabgasen löst im Gehirn Stresssymptome aus. Die winzig kleinen Dieselpartikel veränderten die Aktivität des Hirns, heißt es in einer Studie, die am Dienstag in der britischen Fachzeitschrift „Particle and Fibre Toxicology“ veröffentlicht wurde.

Nach rund dreißig Minuten sei bei den Testpersonen, die Diesel in geschlossenen Räumen ausgesetzt waren, eine auf Stress hindeutende Aktivität in der Großhirnrinde gemessen worden. Auch nachdem sie den Raum verlassen hätten, seien die Stressanzeichen weiter gestiegen. Langfristig könnten die Partikel laut der Studie „die normalen Hirnfunktionen und die Informationsverarbeitung beeinträchtigen“.

In Experimenten ließ der Forscher Paul Borm von der niederländischen Universtität Zuyd zehn Freiwillige eine Stunde in Räumen verbringen, die entweder reine Luft oder Dieselabgase enthielten. Dabei maß er ihre Hirnströme während des Aufenthalts und eine Stunde danach. Frühere Studien hatten bereits belegt, dass Schmutzpartikel in der Luft bis ins Gehirn gelangen können.

Die Konzentration der Dieselabgase in Borms Versuchen lag an der Obergrenze dessen, was Menschen normalerweise in der Umwelt oder am Arbeitsplatz einatmen, etwa auf einer belebten Straße oder in einer Garage. „Wir können nur darüber spekulieren, was es bedeutet, in geschäftigen Städten der Luftverschmutzung chronisch ausgesetzt zu sein“, erklärte Borm. © afp/aerzteblatt.de

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