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Medizin

USA: Tod durch Ozon-Smog

Mittwoch, 23. April 2008

Washington – Erhöhte Ozonwerte gefährden bereits nach kurzer Zeit Gesundheit und Leben der Bevölkerung. Zu dieser Bewertung gelangt eine Gruppe von US-Experten. Sie sehen vor allem eine Gefahr für Menschen mit Asthma oder anderen Atemwegserkrankungen.

Der National Research Council ist ein unabhängiges Gremium, das den US-Kongress berät. Der jetzt vorgelegte 206-seitige Bericht liest sich als Absage an die Bush-Adminstration, welche die Gefahren der Luftverschmutzung stets heruntergespielt hatte und sich bisher einer Herabsetzung der Grenzwerte widersetzte.

Nach der Einschätzung des 13-köpfigen Expertenteams gibt es aber kaum Zweifel daran, dass Ozon (O3) – es entsteht in Bodennähe unter Einfluss von UV-Strahlung aus Stickstoffdioxid NO2 und Sauerstoff O2 – bestehende Lungenerkrankungen verschlechtert und zur Hospitalisierung und zum Tod führen kann. Der Bericht hält ausdrücklich fest, dass nicht nur Menschen betroffen sind, die auch ohne Ozonbelastung nur noch wenige Tage zu leben hätten. Eine Gefährdung bestehe bereits nach einem Smog-Tag und unterhalb der bisherigen Grenzwerte.

Der Bericht war von der Umweltbehörde EPA (Environmental Protection Agency) angefordert worden als Grundlage für eine ausstehende Anpassung der Grenzwerte. Es wird vermutet, dass die EPA die Grenzwerte, die erst im letzten Monat gesenkt wurden, weiter verschärft. © rme/aerzteblatt.de 

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