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Medizin

Zahnverlust zeigt Krebsrisiko an

Mittwoch, 14. Mai 2008

Nagoya – Ein Blick in die Mundhöhle liefert unter Umständen einen ersten Hinweis, ob ein Mensch gefährdet ist, an Krebs zu erkranken. Einer Studie in Cancer Epidemiology, Biomarkers and Prevention zufolge erkranken Menschen, denen wegen einer chronischen Parodontose Zähne ausgefallen sind, häufiger an bestimmten Tumoren.

Ein Zahnverlust ist in der Regel die Folge einer chronischen bakteriellen Infektion und deshalb ein Surrogat für chronische Infektionen und Entzündungen, denen wiederum eine Rolle bei der Entstehung von Krebserkrankungen zugeschrieben werden, berichtet Akio Hiraki vom Aichi Cancer Center in Nagoya. Der Forscher hat deshalb in der bisher größten Fall-Kontroll-Studie zu dieser Fragestellung den Zustand der Zähne von 5.240 Krebspatienten und der doppelten Anzahl von Kontrollen verglichen.

Tatsächlich fand Hiraki bei drei Tumoren eine Assoziation mit dem Zustand des Gebisses. Ein Zahnverlust erhöhte das Risiko auf Ösophaguskarzinome um 136 Prozent, Kopfhals-Tumoren traten zu 68 Prozent häufiger und Lungenkrebs zu 54 Prozent häufiger auf. Die Assoziation war bei jüngeren Frauen am deutlichsten und verlor sich bei Menschen über 70 Jahren. 

Die einfachste Erklärung wären Alkohol und Zigaretten, die nicht nur eine ungesunde Lebensweise anzeigen. Bei Kopfhals-Tumoren sind sie der wichtigste Risikofaktor. Und die meisten Bronchialkarzinome sind auf das Rauchen zurückzuführen. Doch Hiraki hat diese beiden Faktoren in seiner Studie berücksichtigt. Die genannten Risikofaktoren gelten unabhängig vom Abusus der beiden Genussmittel. Es ist dennoch nicht auszuschließen, dass der Verlust von Zähnen eine ungesunde Lebensweise anzeigt, die aus anderen Gründen dann das Krebsrisiko erhöht. © rme/aerzteblatt.de

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