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Medizin

Darmverkürzung bessert langfristig Metabolisches Syndrom

Dienstag, 26. August 2008

Rochester – Die starke Gewichtsabnahme nach einem Roux-en-Y-Magenbypass kann in vielen Fällen ein Metabolisches Syndrom beseitigen. Dies zeigt eine Kohortenstudie in den Mayo Clinic Proceedings (2008; 83: 897-906).

An der Mayo Clinic in Rochester werden seit 1990 bariatrische Operationen durchgeführt. Während ein Magenband oft nur einen geringen Gewichtsverlust zur Folge hat, nehmen die Patienten nach einer Roux-en-Y-Operation massiv ab. Der Eingriff führt zu einer funktionellen Darmverkürzung und schränkt damit die resorbierte Nahrungsmenge auch bei fortgesetzter hyperkalorischer Ernährung deutlich ein.

Die 180 Patienten, über die Francisco Lopez-Jimenez und Mitarbeiter berichten, nahmen im Durchschnitt 44 Kilogramm ab. In der Vergleichsgruppe von 157 Patienten, die allein eine Diätberatung erhielten, kam es erwartungsgemäß nur zu einer minimalen Reduktion des Körpergewichts um 0,1 kg. 

Die Gewichtsreduktion nach funktioneller Darmverkürzung wirkte sich auch positiv auf das Metabolische Syndrom aus, das vor der Operation bei 87 Prozent der Patienten bestanden hatte. Diese Kombination aus Übergewicht, Hypertonie, erhöhtem Blutzucker und Fettstoffwechselstörungen wurde 3,4 Jahre nach der Operation nur noch bei 29 Prozent der Patienten diagnostiziert.

In der Vergleichsgruppe konnte die Prävalenz des Metabolischen Syndroms nur von 85 auf 75 Prozent gesenkt werden. Lopez-Jimenez errechnet eine Number needed to treat von 2,1 für den Roux-en-Y-Eingriff, was eine hohe Effektivität der bariatrischen Operation dokumentiert. Nebenbei zeigt die Studie, dass das Übergewicht die wichtigste Ursache für das Metabolische Syndrom ist. © rme/aerzteblatt.de

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