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ADHS: Psychotherapeutenkammer kritisiert Verschreibungspraxis der Ärzte

Donnerstag, 25. September 2008

Berlin – Häufig falsch behandelt werden Kinder und Jugendliche mit Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) nach Auffassung der Bundes­psycho­therapeuten­kammer. Ein Drittel der Kinder und Jugendlichen, bei denen ADHS diagnostiziert werde, erhalte keine spezifische Behandlung, über 40 Prozent bekämen eine Monotherapie mit Psychostimulanzien.

„Bei ADHS werden viel zu oft und zu schnell Medikamente verschrieben“, sagte der Präsident der Kammer, Rainer Richter, am 24 September in Berlin. Diese einseitige medikamentöse Behandlung sei nicht fachgerecht.

Die Diagnose ADHS wird bei Kindern mit Eintritt ins Schulalter immer häufiger gestellt. Vor allem Jungen fallen dann durch Hyperaktivität oder Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen auf. Bei den 11- bis 14jährigen erkrankt jeder zehnte Junge an ADHS, aber nur jedes 43. Mädchen.

„Eine sorgfältige Untersuchung von ADHS benötigt mehr Zeit, als sich viele Haus- und Kinderärzte nehmen“, sagte Richter. Spezialisten benötigten für eine gründliche Anamnese mehrere Stunden, in denen sie ausführlich mit den Eltern und altersabhängig auch mit dem Kind sprechen und beide beobachteten. Dabei kämen zusätzlich spezielle Testverfahren zum Einsatz.

Wichtig sei auch, Informationen vom Kindergarten oder der Schule einzuholen. Aber für eine solche leitliniengerechte Versorgung fehlten bundesweit Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten. © hil/aerzteblatt.de

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