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Kölner Ärztin erhält alternativen Nobelpreis

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Berlin/Köln – Die Kölner Frauenärztin Monika Hauser erhält für ihren Einsatz für vergewaltigte Frauen in Kriegsgebieten den sogenannten Alternativen Nobelpreis 2008. Die Gynäkologin und Gründerin von Medica mondiale, wird ausgezeichnet „für ihren unermüdlichen Einsatz für Frauen, die in Krisenregionen schrecklichste sexualisierte Gewalt erfahren haben, und für ihren Kampf, ihnen gesellschaftliche Anerkennung und Entschädigung zu verschaffen“, heißt es in der Begründung der Right Livelihood Reward Foundation in Stockholm, die insgesamt vier Preise vergab.

Einer der ersten Gratulanten ist der Deutsche Ärztinnenbund (DÄB). „Wir freuen uns, dass das mutige und initiativreiche Wirken dieser engagierten Kollegin nun eine so hohe Anerkennung findet. Der DÄB verfolgt ihre und die Aktivitäten ihrer Organisation Medica Mondiale seit Jahren und unterstützt sie mit all unseren Möglichkeiten“, sagte Astrid Bühren, Präsidentin des DÄB.

So habe der DÄB Anstrengungen für eine umfassende Anklage gegen den Kriegsverbrecher Radovan Karadzic unterstützt, die auch sexualisierte Gewalt einbeziehe – unter anderem mit einem Schreiben an den Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien, Serge Brammertz.

Hauser hat Anfang der Neunzigerjahre Hilfsaktionen für vergewaltigte Frauen im Balkan-Krieg gestartet und diese Arbeit auf Kriegs- und Krisenländer wie Afghanistan und den Kongo ausgeweitet.

Der Right Livelihood Award, im deutschen Sprachraum besser bekannt als Alternativer Nobelpreis, wurde 1980 von Jakob von Uexküll gestiftet. Er ist dank weiterer Spenden mit insgesamt 200.000 Euro dotiert und wird an Personen, Organisationen und Repräsentanten von Bewegungen vergeben, die sich mit praktischen Handlungsanweisungen und Modellen für menschenwürdige Lebensweisen einsetzen.

Diese Problemlösungen sollen vielen Menschen Wege in eine helle Zukunft aufzeigen und sie bestärken, diesen Beispielen zu folgen und konstruktiv und mutig an der Gestaltung unserer Zukunft mitzuarbeiten. © hil/aerzteblatt.de

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