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Ärzteschaft

Niedersachsen: Kammer befürchtet Ärztemangel

Freitag, 17. Oktober 2008

Hannover – Einen Ärztemangel für Niedersachsen befürchtet die Ärztekammer Niedersachsen, obwohl die Zahl der Ärzte zum 30. September mit 34.007 Mitgliedern einen neuen Höchstwert erreicht hat. Besonderen Anlass zur Sorge gebe die Altersstruktur der Ärzte.

„Wir erwarten, dass in den kommenden zwölf Jahren mehr als 4.200 Ärzte in den Ruhestand gehen werden. Die Zahl neuer Absolventen wird kaum die Abgänge kompensieren können. Zugleich wird der Bedarf an gut aus- und weitergebildeten Medizinern steigen, unter anderem weil der Anteil älterer Menschen in unserer Gesellschaft wächst“, sagte die Kammerpräsidentin Martina Wenker am Donnerstag in Hannover.

Die aktuelle Ärztestatistik weist für Niedersachsen 13. 284 Ärztinnen und 20.723 Ärzte aus. Von den 34.007 Ärzten sind 6.933 ohne ärztliche Tätigkeit. „Die Gesamtzahl der registrierten Ärztinnen und Ärzte ist für die Versorgungsprognose allein nicht aussagekräftig, vielmehr bedarf es einer differenzierten Analyse. Und danach werden im Jahr 2020 rund 1.000 Hausärzte in Niedersachsen fehlen, wenn die Ausbildungszahlen nicht gesteigert werden“, sagte Wenker.

Auffällig in der jüngsten Ärztestatistik ist laut Kammer der steigende Anteil der Ärztinnen, die 39,1 Prozent der niedersächsischen Ärzteschaft ausmachten. Vor zehn Jahren betrug der Anteil weiblicher Mitglieder in der Ärztekammer 35,1 Prozent. © hil/aerzteblatt.de

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