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Medizin

Tamoxifen-Resistenz bei Mammakarzinom erklärt

Donnerstag, 13. November 2008

Cambridge – Britische Krebsforscher haben den Pathomechanismus für die Resistenz von Tumorzellen auf Tamoxifen entdeckt. Ihre Publikation in Nature (2008; doi: 10.1038/nature07483) könnte zur Entwicklung eines Tests führen, der die Wirkungslosigkeit des Medikaments vorhersagen würde.

Tamoxifen ist ein selektiver Östrogenrezeptormodulator, der das Wachstum von rezeptorpositiven Brustkrebszellen hemmen kann. Tamoxifen bindet an den Östrogenrezeptor. Dieser Komplex schaltet dann im Zellkern den Wachstumsfaktor ErbB2 aus.

Das ist allerdings nur möglich, wenn die Krebszelle ein Protein namens Pax2 bildet. Daraus ergibt sich für die Krebszelle die Möglichkeit zur Tamoxifenresistenz. Denn wenn Mutationen Pax2 außer kraft setzen, bleibt ErbB2 aktiv und die Krebszelle ist weiter Wachstumsimpulsen ausgesetzt.

Dies hat jetzt die Gruppe um Jason Carroll vom Cambridge Research Institute herausgefunden. Dieser neue Einblick in die Tumorbiologie könnte zur Entwicklung eines Tests führen, mit dem die Tamoxifen-Resistenz von Tumorzellen vorhergesagt werden könnte. Dieser Test müsste nachweisen, ob Pax2 in ausreichender Menge gebildet wird. Unklar ist allerdings, ob Mutationen in Pax2 alle Fälle der Tamoxifenresistenz erklären. © rme/aerzteblatt.de

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