Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Bericht: Zigtausende US-Veteranen leiden an Golfkriegssyndrom

Mittwoch, 19. November 2008

Washington – Zigtausende Veteranen der US-Streitkräfte leiden an Beschwerden, die auf den Golfkrieg von 1990 und 1991 zurückgehen sollen. Dass sie damals in Kuwait und im Irak giftigen chemischen Substanzen ausgesetzt waren und bestimmte Medikamente nehmen mussten, wirke sich heute etwa in Kopfschmerzen und Atembeschwerden aus, stellt ein am Montag veröffentlichter Bericht fest. Er wurde von einem Komitee aus Veteranen und Wissenschaftlern auf Verlangen des US-Kongresses erstellt und ist das bisher umfassendste Dokument über das Golfkriegssyndrom.

Das Syndrom äußert sich dem Bericht zufolge in anhaltenden Kopfschmerzen, Konzentrations- und Erinnerungsschwierigkeiten, Müdigkeit und diffusen Schmerzen, teils auch in Atmungs- und Verdauungsproblemen sowie Hautirritationen. Die Autoren führen die Beschwerden darauf zurück, dass die Soldaten während des Krieges giftigen chemischen Substanzen ausgesetzt gewesen seien, darunter Pestiziden, die insbesondere gegen Sandfliegen verwandt wurden. Zudem soll ein Medikament, das die Soldaten gegen Nervengase schützen sollte, negative Spätfolgen auslösen. „Das Goldkriegssyndrom ist eine Tatsache, es ist die Folge davon, dass die Veteranen neurotoxischen Substanzen ausgesetzt waren“, heißt es in dem Bericht.

Betroffen seien mehr als ein Viertel der 700.000 US-Soldaten, die in den Jahren 1990 und 1991 in einer internationalen Koalition Kuwait von irakischer Besatzung befreiten und die irakische Armee zurückdrängten. „Wenige der Veteranen sind geheilt worden oder auf dem Wege der Genesung“, bilanziert der Bericht, der außerdem kritisiert, dass die gesundheitlichen Folgen für die Soldaten lange geleugnet oder bagatellisiert worden seien. © afp/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige