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Ärzteschaft

Arzneimittel­kommission hält Einsatz von Biosimilars für unbedenklich

Donnerstag, 11. Dezember 2008

Berlin – Ärzte können sogenannte biosimilare Arzneimittel bei Beginn einer Behandlung ebenso einsetzen wie ein Originalprodukt. Patienten, die bereits mit einem biotechnologisch hergestellten Arzneimittel behandelt werden, können von dem Originalprodukt auf ein biosimilares Arzneimittel umgestellt werden. Zu diesem Ergebnis kommt die Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (AKdÄ) in einer Stellungnahme.

Biosimilare Produkte sind Arzneimittel eines neuen Herstellers, die als arzneilich wirksamen Bestandteil ein Protein enthalten, welches mittels rekombinanter Technologie hergestellt wird und strukturell Ähnlichkeiten (biosimilar) mit dem Originalprodukt enthält. Die pharmakologische Wirkung am Rezeptor soll identisch sein. Die Biosimilare sind jedoch im Gegensatz zu den chemisch-synthetischen Generika mit dem Originalprodukt nicht identisch.

Wichtig ist laut AKdÄ, bei der Umstellung eines Patienten andere Dosen, andere Dosierintervalle und unter Umständen auch andere Darreichungswege sowie die zugelassenen Anwendungsgebiete zu beachten. Der Patient müsse unbedingt in der ersten Zeit nach Umstellung engmaschig wie bei einer Neueinstellung überwacht werden. „Hinsichtlich der Sicherheit der Anwendung befindet man sich in einer vergleichbaren Situation wie mit einem neu zugelassenen Arzneimittel der gleichen Wirkstoffklasse, bei dem das Spektrum der wesentlichen unerwünschten Arzneimittelwirkungen bekannt ist“, hieß es aus der AKdÄ. © hil/aerzteblatt.de

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