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Hilfswerk: Lepra ist immer noch eine Zeitbombe

Freitag, 16. Januar 2009

Würzburg – Jeder zehnte neue Leprapatient ist ein Kind. Darauf hat die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) am Freitag in Würzburg hingewiesen. „Dies ist der Beweis, dass die Ansteckung ungebrochen weitergeht“, erklärte der leitende DAHW-Mediziner Adolf Diefenhardt.

Ein Problem seien die „stillen Überträger“. Menschen verbreiteten das Bakterium durch Tröpfcheninfektion, ohne selbst zu erkranken. „Damit bleibt Lepra eine potenzielle Zeitbombe“, sagte Diefenhardt im Vorfeld des Welt-Lepra-Tages am 25. Januar. 

Nach Angaben der Hilfsorganisation müssen weltweit vier Millionen Menschen wegen Lepra mit Behinderungen leben. Die Angst vor Ausgrenzung halte Menschen noch immer davon ab, bei Verdacht einen Gesundheitsdienst aufzusuchen.

Weil die Krankheit als fast schon besiegt gelte, werde medizinisches Personal kaum noch in der Behandlung ausgebildet. Die Folge seien falsche oder zu späte Therapien. Mit einer Kombination dreier Antibiotika könne Lepra geheilt werden. Je früher die Therapie beginne, desto größer sei die Chance, Verstümmelungen zu vermeiden. 

Laut DAHW kommt Lepra heute noch in 94 Ländern vor. Mehr als 90 Prozent der Weltbevölkerung sei gegen die Krankheit immun. Meist erkrankten Menschen, die extrem arm seien. Das Hilfswerk fördert seit 1957 Projekte für Leprakranke. © kna/aerzteblatt.de

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