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Arzneimittel­sicherheit: Klinikapotheker fordern Infocenter für Ärzte

Dienstag, 20. Januar 2009

Köln – Die Krankenhausapotheker in Deutschland fordern ein besseres Informationsangebot für Mediziner. „Arzneimittel-Informationscenter, wie es sie in Amerika und England schon gibt, sollten in den Kliniken angesiedelt werden, um Medizinern und Pflegern niedrigschwellige Arzneimittelinformationen anzubieten“, fordert Steffen Amann vom Bundesverband Deutscher Krankenhausapotheker.

Bis zu zwei Prozent aller Klinikpatienten seien allein wegen eines vorangegangenen Medikationsfehlers im Krankenhaus, so der Experte. „Deshalb muss dem Arzt das Wissen, das ja im System vorhandenen ist, im Moment der Therapie-Entscheidung konkret für seinen Patienten vorgelegt werden. US-Studien haben gezeigt, dass man damit auch die Sterbezahlen deutlich senken kann“, so Amann.

Ein Infocenter könne bei der Auswahl und Abstimmung der Medikamente im individuellen Einzelfall helfen, und dabei auch mögliche Wechselwirkungen verschiedener Wirkstoffe berücksichtigen.

Auch aus finanzieller Sicht sei eine optimale Arzneimittelinformation lohnenswert: „Wenn die Infocenter dazu beitragen, dass die richtigen Medikamente in der richtigen Dosis verabreicht werden, lassen sich Folgebehandlungen und Folgekosten verhindern“, sagte er. © hil/aerzteblatt.de

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