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Medizin

ASS könnte Magenkrebsrisiko senken

Freitag, 6. Februar 2009

Rockville – Die Einnahme von Acetylsalicylsäure (ASS) oder anderer nichtsteroidaler Antiphlogistika (NSAID) könnte vor Adenokarzinomen des Magens schützen. Eine prospektive Beobachtungsstudie im British Journal of Cancer (2009; 100: 551-557) zeigt ein um ein Drittel vermindertes Risiko, von dem allerdings Cardia-Karzinome und Ösophaguskarzinome ausgenommen waren.

Die Gruppe um Christian Abnet vom US-National Cancer Instituts in Rockville bei Washington hat die Daten von 311.115 Erwachsenen ausgewertet, die über sieben Jahren beobachtet wurden. Diejenigen, die eine ASS-Einnahme angaben, erkrankten zu 36 Prozent seltener an einem Karzinom im mittleren und unteren Abschnitt des Magens (Hazard Ratio HR 0,64; 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,47–0,86).

Für Anwender von NSAID war das Risiko um 32 Prozent gesenkt (HR 0,68; HR 0,51-0,92). Die Risikominderung war vorhanden, wenn die Teilnehmer eine Einnahme in den letzten 12 Monaten angegeben hatten. Eine regelmäßige Einnahme soll den Effekt noch verstärken.

Nach dem Kolon ist der Non-Cardia-Bereich des Magens der zweite Abschnitt des Magen-Darmtrakts, für den eine krebsprotektive Wirkung von ASS nachgewiesen ist. Dennoch kommt eine allgemeine primärpräventive Gabe wegen des mit ASS und NSAID verbundenen Blutungsrisikos nicht infrage.

Letztlich waren die Ergebnisse sogar eine Enttäuschung für Abnet, der als Mitglied der Upper Gastrointestinal Cancer Research Group gehofft hatte, dass ASS und NSAID auch vor Ösophagus- und Kardiakarzinomen schützen würde, was allerdings nicht der Fall war. © rme/aerzteblatt.de

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