Ärzteschaft

Kapazitäten der Kliniken in Westfalen-Lippe reichen nicht für Notfallspitzen

Mittwoch, 11. Februar 2009

Münster – Die Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen sind auf Auslastungsspitzen durch Notfalleinweisungen nicht ausreichend vorbereitet. „Wenn es zu unvorhergesehenen Engpässen kommt, sind schnell alle Kapazitäten dicht“, sagte der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Theodor Windhorst, vor dem Hintergrund des derzeit diskutierten Bettenabbaus in den nordrhein-westfälischen Krankenhäusern.

Er forderte stattdessen ausreichende Notfallvorhalte und ausgearbeitete Notfallpläne für die Kliniken. Ein an der Notfallversorgung teilnehmendes Krankenhaus müsse nicht nur medizinisch, sondern auch organisatorisch in der Lage sein, die qualifizierte Versorgung eines Notfallpatienten zu gewährleisten.

„Wer aber aus falschen wirtschaftlichen Gesichtspunkten Betten abbaut und damit Versorgungsgrenzen unterschreitet oder wer die Normalversorgung bis zur Höchstgrenze ausreizt, hat keinen Spielraum mehr, wenn Not am Patienten ist“, kritisierte Windhorst.

Die 432 Kliniken in NRW verfügen über etwa 124.000 Betten. Deren Auslastung belief sich nach Angabe des Landesamtes für Statistik und Datenerhebung im Jahr 2007 auf rund 75 Prozent. „Wie man gesehen hat, sind die restlichen 25 Prozent dringend notwendig, um Versorgungsspitzen auffangen zu können“, sagte Windhorst.  © hil/aerzteblatt.de

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