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Ausland

Liese fordert stärkere Bekämpfung des Organhandels in der EU

Mittwoch, 4. März 2009

Brüssel – Die Unionsabgeordneten im Europaparlament verlangen von den EU-Staaten ein strengeres Vorgehen gegen Organhandel. Laut Untersuchungen des Europarats und der Welt­gesund­heits­organi­sation gebe es den Handel mit Organen in Bulgarien, Rumänien und der Tschechischen Republik, sagte der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Gruppe, Peter Liese, am Mittwoch vor Journalisten in Brüssel.

Ausdrücklich begrüßte er den Richtlinienentwurf der EU-Kommission zum Thema Organspende. Darin soll das Prinzip der unentgeltlichen Spende verbindlich für alle Mitgliedsstaaten festgeschrieben werden. 

Liese betonte, dass der politische Wille vorhanden sei, gegen Organhandel vorzugehen. Allerdings kritisierte er Aussagen von Europol, nach denen es keinerlei innereuropäischen Handel mit Organen gebe. Europol komme zu diesem Schluss, weil nationale Polizeibehörden bislang keine Fälle gemeldet hätten.

„Wir müssen hier aber so arbeiten wie in anderen Bereichen der organisierten Kriminalität auch“, forderte der CDU-Politiker. Schließlich habe man es mit einer Mafia zu tun, die man entsprechend ernst nehmen müsse. 

Der Ende letzten Jahres vorgelegte Richtlinienentwurf sieht vor, dass in der ganzen EU Sicherheitsvorschriften eingeführt werden, die zum Beispiel die Übertragung von Infektionskrankheiten bei einer Transplantation verhindern sollen.

„Der Vorschlag ist hilfreich, aber es gibt noch Nachbesserungsbedarf“, betonte der EU-Abgeordnete. Eine zu hohe Bürokratie berge zum Beispiel die Gefahr, dass es zu einem Rückgang an Spenderorganen komme. Mit einer endgültigen Entscheidung ist laut Liese allerdings vor der Wahl des Europaparlaments im Sommer nicht mehr zu rechnen. © kna/aerzteblatt.de

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