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Gesundheitskarte in Nordrhein: Ärzte müssen Terminals selbst bestellen

Freitag, 20. März 2009

Berlin – Der kürzlich gestartete Basisrollout der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) in der Region Nordrhein hat bei einigen Ärzten zu Verunsicherung im Hinblick auf die Beschaffung der neuen Kartenterminals geführt. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) weist daher darauf hin, dass die Auslieferung der neuen Kartenterminals nicht automatisch erfolgt.

Die Ärzte müssen die Geräte selbst bestellen, und zwar nicht bei ihrer Kassenärztlichen Vereinigung (KV), sondern bei privatwirtschaftlichen Anbietern. Die KV ist weder für die Annahme der Bestellungen noch für das Ausliefern der Kartenterminals zuständig. Sie kommt lediglich bei der Refinanzierung der Terminals ins Spiel, und das auch nur für einen bestimmten Zeitraum.

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Denn bestellt der Arzt seine Geräte nicht bis zum Ende der durch den GKV-Spitzenverband und die KBV festgesetzten Frist, erhält er auch kein Geld zurück. In Nordrhein bekommen Ärzte, die ihre Terminals bis zum 30. Juni 2009 bestellen, ihre Kosten innerhalb eines gewissen Rahmens erstattet. Der Basisrollout ist dort bereits zum ersten Quartal gestartet und wird auf die anderen Länder in drei Schichten um Nordrhein herum bis zum Ende dieses Jahres ausgedehnt. Auch für alle weiteren Regionen werden entsprechende Fristen für die Refinanzierung vereinbart.

Auch die Ärzte in den anderen Regionen können schon jetzt neue Kartenterminals bestellen – beispielsweise, wenn eines ihrer bisherigen Lesegeräte kaputt geht. Bei der Refinanzierung dürfte es trotzdem keine Probleme geben. Denn die einzelnen KVen achten bei den regionalen Verhandlungen zur Umsetzung der Finanzierungs­vereinbarung darauf, dass bei der Beschaffung der Geräte durch die Ärzte nur ein Endtermin und kein Anfangstermin gesetzt wird. Sobald die regionale Finanzierungsvereinbarung beschlossen ist, erhalten auch sie eine Kostenbeteiligung.

Unsicherheit gibt es auch im Hinblick auf die eGK selbst. So sind einige Versicherte der Meinung, dass ihre elektronische Karte, die sie schon bekommen haben, die bisherige Versichertenkarte ab sofort ersetzt. Doch das ist falsch. Die bisherigen eGK sind nur Testkarten. Ärzte, die nicht an den Tests teilnehmen, müssen sie jetzt noch nicht akzeptieren, sondern erst nach dem Rollout der Kartenterminals in ihrer Region.

Erst danach werden „echte“ und damit als Versicherungsnachweis gültige eGK von den Kassen ausgegeben – sofern in Nordrhein alles nach Plan läuft, also ab dem dritten Quartal. Trotzdem sollten die Versicherten in Nordrhein und auch in allen anderen Regionen ihre alten Versichertenkarten vorerst nicht entsorgen.

Denn wer im Urlaub in einem anderen KV-Bezirk zum Arzt muss, kann bis zum Ende Jahres nicht davon ausgehen, dass seine eGK dort akzeptiert wird. So endet der Rollout der Kartenterminals in Berlin beispielsweise erst mit Ablauf dieses Jahres – Ärzte dort müssen die eGK also frühestens ab 2010 annehmen.

© EB/aerzteblatt.de

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