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Schmerztherapie: Opioide zu selten eingesetzt

Montag, 30. März 2009

Frankfurt – Patienten mit starken chronischen Schmerzen erhalten zu selten starke Opioide. Darauf haben Experten beim Deutschen Schmerz- und Palliativtag Ende März in Frankfurt hingewiesen. Demnach erhielten nur 40 Prozent aller infrage kommenden Patienten eine Opioid-Therapie. 

Im Rahmen einer internationalen Konsensuskonferenz der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie arbeiten derzeit mehr als 500 Schmerztherapeuten aus 46 Ländern daran, Gemeinsamkeiten und Unterschiede beim Einsatz von Opioiden herauszustellen und einen größtmöglichen Konsens zu erzielen.

Einig waren sich die Experten in der Bedeutung der Opioide: So finden 85 Prozent Konferenzteilnehmer, dass starke Opioide in ihrem jeweiligen Land zu selten eingesetzt würden. Drei Viertel bescheinigten den starken Opioiden allerhöchste Bedeutung bei der Therapie von Patienten mit chronischen Tumorleiden und in der Palliativsituation am Lebensende.

Bei chronischen Nervenschmerzen bewerteten über 80 Prozent der Spezialisten die Opioide als sehr oder extrem wichtig. Bei chronischen Schmerzen mit anderen Ursachen hingegen hielten 64 Prozent der Teilnehmer die Schmerzmittelgattung für weniger wichtig. „Dies zeigt, dass Experten Opioide sehr differenziert einsetzen“, betonte Gerhard Müller-Schwefe, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie.  © hil/aerzteblatt.de

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