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Vermischtes

Kombination von ASS und Clopidogrel senkt Infarktrisiko

Mittwoch, 1. April 2009

Köln – Patienten mit einem akuten Koronarsyndrom profitieren davon, wenn sie zusätzlich zu Acetylsalicylsäure (ASS) auch den Wirkstoff Clopidogrel erhalten: Ihr Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, sinkt. Zu diesem Ergebnis kommt der Abschlussbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

Besonders wirksam sei der Schutz, wenn beide Medikamente in der Frühphase der Behandlung eingenommen werden. „Es gibt Hinweise darauf, dass Patienten insbesondere dann profitieren, wenn die Therapie spätestens sechs Stunden nach dem ersten Auftreten der Symptome begonnen wird“, heißt es in dem Bericht.

Clopidogrel wirkt ähnlich wie ASS: Es hemmt Teile des Gerinnungssystems im Blut. Dadurch aggregieren die Blutplättchen weniger. Da Clopidogrel die Blutgerinnung aber auf eine andere Art als ASS beeinflusst, können beide Medikamente auch zusammen eingesetzt werden. „Man geht davon aus, dass sich beide Arzneistoffe ergänzen und die hemmende Wirkung auf die Gerinnselbildung insgesamt steigt“, so das IQWiG.
 

Zugelassen ist Clopidogrel in Kombination mit ASS für die Behandlung eines akuten Koronarsyndroms. Dabei handelt es sich zum einen um Menschen mit einem akuten Herzinfarkt, der sich im Elektrokardiogramm (EKG) mit einer charakteristischen ST-Strecken-Hebung deutlich niederschlägt. Zum anderen sind dies Patienten mit einer Durchblutungsstörung des Herzens, die aber nicht zu einem Herzinfarkt mit einer ST-Strecken-Hebung im EKG führt.

© hil/aerzteblatt.de

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