NewsVermischtesKombination von ASS und Clopidogrel senkt Infarktrisiko
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Kombination von ASS und Clopidogrel senkt Infarktrisiko

Mittwoch, 1. April 2009

Köln – Patienten mit einem akuten Koronarsyndrom profitieren davon, wenn sie zusätzlich zu Acetylsalicylsäure (ASS) auch den Wirkstoff Clopidogrel erhalten: Ihr Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, sinkt. Zu diesem Ergebnis kommt der Abschlussbericht des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG).

Besonders wirksam sei der Schutz, wenn beide Medikamente in der Frühphase der Behandlung eingenommen werden. „Es gibt Hinweise darauf, dass Patienten insbesondere dann profitieren, wenn die Therapie spätestens sechs Stunden nach dem ersten Auftreten der Symptome begonnen wird“, heißt es in dem Bericht.

Clopidogrel wirkt ähnlich wie ASS: Es hemmt Teile des Gerinnungssystems im Blut. Dadurch aggregieren die Blutplättchen weniger. Da Clopidogrel die Blutgerinnung aber auf eine andere Art als ASS beeinflusst, können beide Medikamente auch zusammen eingesetzt werden. „Man geht davon aus, dass sich beide Arzneistoffe ergänzen und die hemmende Wirkung auf die Gerinnselbildung insgesamt steigt“, so das IQWiG.
 

Zugelassen ist Clopidogrel in Kombination mit ASS für die Behandlung eines akuten Koronarsyndroms. Dabei handelt es sich zum einen um Menschen mit einem akuten Herzinfarkt, der sich im Elektrokardiogramm (EKG) mit einer charakteristischen ST-Strecken-Hebung deutlich niederschlägt. Zum anderen sind dies Patienten mit einer Durchblutungsstörung des Herzens, die aber nicht zu einem Herzinfarkt mit einer ST-Strecken-Hebung im EKG führt.

Anzeige

© hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

15. August 2019
Chapel Hill – Epigenetische Veränderungen könnten erklären, weshalb die Einnahme von Acetylsalicylsäure (ASS) bei einigen Brustkrebspatientinnen mit einem längeren Überleben verbunden ist, bei anderen
Epigenetik könnte Wirksamkeit von ASS bei Brustkrebs beeinflussen
23. Januar 2019
London – Die regelmäßige Einnahme von Acetylsalicylsäure (ASS) kann gesunde Menschen zwar vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen. Die mit der Einnahme verbundenen Blutungsrisiken heben die Vorteile
ASS: Nutzen und Risiken in der Primärprävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen vergleichbar
5. Oktober 2018
Boston – Die Einnahme von Acetylsalicylsäure (ASS), der bereits eine präventive Wirkung gegen Darmkrebs zugeschrieben wird, könnte die Erkrankungsrate für Ovarialkarzinom und hepatozelluläres Karzinom
ASS könnte vor Ovarialkarzinom und Leberkrebs schützen
17. September 2018
Melbourne – Die weit verbreitete Hoffnung, dass die tägliche Einnahme von Acetylsalicylsäure (ASS) gesunde alte Menschen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs schützt, hat sich in einer großen
Primärprävention mit ASS: Studie sieht bei Senioren mehr Risiken als Nutzen
13. Juli 2018
London – Die tägliche Einnahme von 75 bis 100 mg Acetylsalicylsäure (ASS), die häufig zur Primär- oder Sekundärprävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verordnet wird, erreicht ihr Ziel laut einer
Studie: Low-dose ASS schützt nur normalgewichtige Menschen vor Schlaganfall und Herzinfarkt
26. September 2017
Uppsala – Das Absetzen von niedrig-dosierter Acetylsalicylsäure, die als „Kardio-ASS“ vielen Patienten nach einem Herzinfarkt oder zum Schutz vor einem Schlaganfall verordnet wird, war in einer
Absetzen von „Kardio-ASS“ kann Schlaganfall auslösen
7. Juli 2017
Hamburg – Einige Patienten, die Acetylsalicylsäure (ASS) dauerhaft als Gerinnungshemmer einnehmen, sollten diese Therapie vor einer Operation absetzen. Europäische und US-amerikanische Leitlinien
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER