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Politik

Trend zu teuren Arzneimitteln treibt Ausgaben hoch

Mittwoch, 29. April 2009

Berlin – Im Jahr 2008 wurden in der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) Arzneimittel im Wert von 26,7 Milliarden Euro verordnet. Das sind 1,4 Milliarden mehr als noch 2007. Dieses vorläufige Jahresergebnis des GKV-Arzneimittelindex gab das Wissenschaftliche Institut der AOK (WidO) Ende April bekannt.

Ausschlaggebend für die Umsatzdynamik sei vor allem der Trend, dass Ärzte immer mehr teure Arzneimittel verordneten. Dabei schlugen laut Analyse 2008 auf der Kostenseite besonders Mittel mit Wirkung auf das Immunsystem (+339 Millionen Euro) und Fertigarzneimittel zur Therapie von Krebserkrankungen (+204 Millionen Euro) zu Buche.

Insgesamt sind im deutschen Arzneimittelmarkt die Preise im vergangenen Jahr um 1,5 Prozent gefallen. Laut Einschätzung des AOK-Instituts ist der Preisverfall ein sicheres Indiz dafür, dass gesetzliche Regelungen, insbesondere im patentfreien Markt, ihre Wirkung entfalten. © hil/aerzteblatt.de

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