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Politik

Compliance-Bonus der AOK Bayern unter Beschuss

Montag, 25. Mai 2009

Berlin – Als „Etiketten­schwindel“ kritisiert der Arzneimittelverband „Pro Generika“ den Kooperations­vertrag zwischen der AOK Bayern und dem Bayerischen Apothekerverband (BAV). Der Vertrag soll die Arzneimittelt­herapiesicherheit erhöhen und die Therapietreue (Compliance) der Patienten verbessern.

Um die erhöhte Beratungsleistung bei Umstellung auf ein neues Präparat zu honorieren, zahlt die AOK Bayern den Apotheken im Freistaat ab Juli einen so genannten Compliance-Bonus. Dieser trage laut Pro Generika jedoch keinesfalls zu einer verbesserten Therapietreue bei. Denn Compliance basiere maßgeblich auf dem Vertrauensverhältnis zwischen Patient, Arzt und Apotheker.

„Dieses wird empfindlich gestört, wenn der Patient davon ausgehen muss, dass ihm sein Apotheker primär deshalb ein neues Arzneimittel gibt, weil er dafür zusätzliches Geld erhält.

Pro Generika wirft der Kasse vor, sie wolle durch den Compliance-Bonus lediglich mögliche Einsparungen aus den Rabattverträgen beschleunigen.

„Mit dem Vertrag gesteht die AOK Bayern zu, dass ihren Versicherten die neuen Rabattarzneimittel ‚schmackhaft’ gemacht werden müssen“, erklärt Pro Generika-Geschäftsführer Peter Schmidt. Zudem instrumentalisiere die AOK Bayern mit dem Bonus die 3.000 bayerischen Apotheken, die pro Rabattvertragsarzneimittel zusätzlich zum Apothekenzuschlag eine gesonderte Vergütung erhalten.

Damit verstoßen die Beteiligten nach Ansicht des Verbands gegen das Heilmittelwerbegesetz, das die Gewährung und die Annahme von Zuwendungen für die Abgabe eines bestimmten Arzneimittels ausdrücklich verbietet. „Hier wird mit viel Geld ein offensichtlich stotterndes System auf Kosten des AOK-Versicherten geschmiert“, moniert Schmidt. © hil/aerzteblatt.de

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