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Hochschulen

Charité: Telemedizin gegen den Arztmangel in Nordbrandenburg

Dienstag, 16. Juni 2009

Berlin – Mit einem Projekt für die strukturschwache Region Nordbrandenburg hat die Charité – Universitätsmedizin Berlin beim bundesweiten Wettbewerb „Gesundheitsregionen der Zukunft“ 84 Konkurrenten hinter sich gelassen.

Im Rahmen des Projekts "Fontane" soll ein ausgeklügeltes System der telemedizinischen Betreuung den Mangel an niedergelassenen Fachärzten in der Prignitz und der Uckermark ausgleichen. Rund 20 Millionen Euro stehen dafür in den nächsten vier Jahren zur Verfügung.

„Diese Förderung ist eine einmalige Chance“, freut sich Projektkoordinator Friedrich Köhler vom Zentrum für kardiovaskuläre Telemedizin. Jetzt werde man beweisen, dass die Gesundheitsversorgung nicht schlechter werden müsse, wenn Arztpraxen Mangelware seien.

Das Augenmerk des Kardiologen gilt vor allem den Herzpatienten. Für sie gibt es in Nordbrandenburg nur wenige niedergelassene Fachärzte. Köhler will den Kranken unter anderem durch mobile Messgeräte helfen.

Patienten können so wichtige Werte selber ablesen und dem kardiologischen Telemedizinzentrum an der Charité übermitteln. Die Ärzte dort seien im Ernstfall in der Lage, rasch zu reagieren. © hil/aerzteblatt.de

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