Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Britisches Oberhaus lehnt Gesetz zu Beihilfe zum Selbstmord ab

Mittwoch, 8. Juli 2009

London – In Großbritannien ist ein Gesetzesvorstoß zur Legalisierung von Beihilfe zum Selbstmord vorerst gescheitert. Nach hitziger Debatte lehnte das Oberhaus am Dienstagabend mit 194 zu 141 Stimmen eine Vorlage ab, nach der künftig auf eine strafrechtliche Verfolgung von Personen verzichtet würde, die Sterbewillige ins Ausland begleiten.

Anlass für die Gesetzesinitiative des früheren Lordkanzlers Lord Charles Falconer war der Fall der heute 46-jährigen Debbie Purdy. Die unheilbar kranke Frau hatte 2008 erfolglos versucht, im Vorhinein gerichtlich durchzusetzen, dass ihr Ehemann keine Strafverfolgung zu gewärtigen hätte, wenn er sie zur Sterbehilfeorganisation Dignitas in die Schweiz begleitet.

Nach Angaben Lord Falconers haben bislang mindestens 115 Briten Dignitas in Zürich aufgesucht. Trotz mehrerer Verfahren sei noch keine der Begleitpersonen juristisch belangt worden. Das Gesetz sieht bei Beihilfe zum Selbstmord bis zu 14 Jahre Haft vor. © kna/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

18.05.17
Staatliche Suizidbeihilfe: BfArM und BMG prüfen Urteilsbegründung des Bundesverwaltungs­gerichts
Leipzig – Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte Anfang März entschieden (Az.: BVerwG 3 C 19.15), dass der Staat Patienten in extremen Ausnahmefällen den Zugang zu einem tödlichen Medikament......
15.05.17
Berlin – Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) wird sich bald mit Anträgen sterbewilliger Patienten befassen müssen, die von der Behörde die Abgabe tödlicher Medikamente......
03.05.17
Berlin – Der Präsident der Bundes­ärzte­kammer (BÄK), Frank Ulrich Montgomery, hat mehr Kreativität gefordert, um Lücken bei der medizinischen Versorgung auf dem Land zu schließen. „Wir brauchen......
13.04.17
Den Haag – Mehr als 6.000 Menschen sind in den Niederlanden 2016 durch aktive Sterbehilfe gestorben. Das sind rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Das geht aus dem Jahresbericht der zuständigen......
12.04.17
London – Ein Gericht in Großbritannien hat gegen den Willen der Eltern einen Behandlungsstopp für ein todkrankes Baby angeordnet. Das Gericht folgte damit gestern einem Antrag der Ärzte des......
07.04.17
Berlin – Einen Monat nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur Suizidbeihilfe wartet einem Medienbericht zufolge bereits ein Dutzend Schwerkranker auf Abgabe eines tödlichen Medikaments durch......
31.03.17
London – Englands High Court hat gestern das Gesuch eines todkranken Briten abgelehnt, der vor dem Hohen Gericht in London eine Gesetzesänderung bei der Sterbehilfe erstreiten wollte. Das Parlament......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige