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Politik

eGK: Sachsen sieht Verbesserungs­potenzial

Freitag, 31. Juli 2009

Dresden – Als zu aufwendig bewertet die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) SaxMediCard die Arbeit mit dem eRezept und dem Not­fall­daten­satz der elektronischen Gesundheitskarte (eGK). Im Vorfeld der flächendeckenden Einführung der eGK hatten in der sächsischen Testregion Löbau-Zittau 25 Arztpraxen, 29 Apotheken und das Krankenhaus Löbau-Zittau die Praxistauglichkeit der eGK untersucht.

Während das Projektteam das Einlesen der Versichertenstammdaten für „sehr stabil, praktikabel und auch funktionell“ hält, sieht die ARGE besonders bei der Arbeit mit dem eRezept und dem Not­fall­daten­satz noch Verbesserungspotenzial.

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So werde der Not­fall­daten­satz von vielen Leistungserbringern zwar als sinnvolle Anwendung betrachtet, die umfangreiche PIN-Aktivierung und die erforderlich schriftliche Einwilligungserklärung des Versicherten stünden einer permanenten Nutzung im Praxisalltag jedoch entgegen. Auch die Stapelsignatur (Signieren jedes eRezeptes) sei für Ärzte unzumutbar, so das Fazit.

„Hier muss es eine Überarbeitung durch die bundesweit verantwortliche Gesellschaft gematik geben“, fordert die ARGE. Mitte Juli hatte bereits die Testregion Essen-Bochum die Anwendungen als „noch nicht praxistauglich“ bewertet.

© hil/aerzteblatt.de

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dr_mabuse
am Montag, 3. August 2009, 09:55

Da gibts nix zu verbessern - weg mit dem Dreck !

Die Erfahrungen im Bereich Nordrhein sowie in Österreich zeigen, dass so ein System zu minutenlangen Wartezeiten führt. Ausserdem ist das Ziel, jeden einzelnen Arzt-Patienten-kontakt zu erfassen. Wer hat etwas davon ? Doch nicht wir niedergelassenen Ä'rzte !

Ein System, was die Versicherten in den nächsten 10 jahren bis zu 17 Milliarden Euro kosten wird und von dem die niedergelassenen Äzte KEINEN Nutzen haben !

Die geplante Gesundheitskarte ist nur ein Element eines viel größeren Planes, von SPD, CDU und Grünen entwickelt , um unser Land " elektronisch zu regieren" , alle Bereiche unsere zivilen Lebens von der Geburt bis zum Tode akribisch zu kontrollieren, zu überwachen und in die Pläne des "medizinisch-industriellen Komplexes" und seiner Profitinteressen einzupassen. Privatsphäre, Schweigepflicht und ärztliche Freiberuflichkeit und Unabhängigkeit stören da ganz gewaltig.

Ziel e-government
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"Eines der zentralen Politikfelder der rot-grünen Regierung war die Umsetzung des sogenannten eGovernments, also der elektronischen Verwaltung. Wie auch bei der Gesundheitskarte, vollzieht sich diese „Verwaltungsrevolution“ weitestgehend ohne öffentliche Resonanz (Engemann, 2002). Das ist verhältnismäßig erstaunlich. Der Übergang zur „Elektronischen Verwaltung“, welcher auf einem Kabinettsbeschluss vom 1.12.1999 basiert („Moderner Staat – Moderne Verwaltung – Deutschland erneuern“; vgl.Bundesregierung, 1999), wird mit mehreren Millionen Euro befördert und diversen Forschungsprojekten flankiert. Die Umsetzung dieser Vision hat einige Konsequenzen, die in den unmittelbaren Nahbereich jedes Individuums hineinreicht."( aus der grundlegenden Veröffentlichung von O.Decker zum Thema)

und weiter aus der Arbeit von O.Decker:

"Die Gesundheitskarte ist ein Meilenstein bei der Einführung des eGovernments in der Bundesrepublik:

Die Gesundheitskarte wurde von einer gemeinsamen Arbeitsgruppe des Bundesinnenministeriums, des Bundeswirtschaftsministeriums, des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums und des Bundesfinanzministeriums
vorbereitet (Bundesregierung, 2005). Das Bundesinnenministerium
hatte hierbei die Federführung.
Diese enge Verzahnung zwischen den verschiedenen Ressorts begründet sich aus der Zielstellung: Mittelfristig soll dann der neue digitale Personalausweis folgen. Ergänzt werden die Gesundheitskarte und der digitale Personalausweis um eine „JobCard“, auf der die Berufsbiographie mit den erworbenen Sozialansprüchen abrufbar ist (Weichert, 2005). Geplant ist, diese Karten langfristig zu einer Karte zusammenzuführen (Bundesregierung, 2005)"( aus O.Decker 2005).

Die einzigen, die dieses Alles nicht mitbekommen, sind die betroffenen Menschen in unserem Land und die Mehrheit der arbeitenden Ärzteschaft, viel zu beschäftigt mit dem Tagesgeschehen, um zu sehen, was um sie herum geschieht.Aber die e Card ist so komplett umbeliebt inzwischen bei Ärzten und Bürgern, so dass die Chancen nicht so schlecht stehen.

Deshalb: www.stoppt-die-e Card.de
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