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Ärzteschaft

Montgomery gegen Ärztebewertungen im Internet

Mittwoch, 19. August 2009

Berlin – Der Vizepräsident der Bundes­ärzte­kammer (BÄK) hat sich in der aktuellen Ausgabe des Magazins „Zeit Wissen“ ausdrücklich gegen Bewertungen von Ärzten in Internetportalen ausgesprochen. „Es wäre brandgefährlich, die Entscheidung für einen Arzt allein nach subjektiven Kriterien zu fällen“, warnte Frank Ulrich Montgomery.

Ohne hohe fachliche Qualifikation sei die allerschönste Praxis nichts wert. „Wir müssen die Patienten vor Modeärzten bewahren“, sagte Montgomery. Deswegen setzten die Ärztekammern auf persönliche Beratung durch geschulte Mitarbeiter. Bei aller Begeisterung über die Möglichkeiten des Internets sollte gerade in der Patient-Arzt-Beziehung das persönliche Element nicht durch elektronische Subjektivität verschüttet werden.

Bei der Suche nach dem richtigen Arzt spielen nach Meinung von Montgomery zunehmend auch subjektive Eindrücke eine Rolle. „Neben der Kommunikationsfähigkeit des Arztes, seiner Vertrautheit mit dem Patienten und seiner Fähigkeit, auf den Patienten einzugehen, zählen auch die ansprechende Gestaltung der Praxis, die Schnelligkeit der Terminvergabe oder die Wartezeiten“, erklärte der BÄK-Vize.
 

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Die Auswahl des richtigen Arztes gründe auf einer Mischung aus subjektiven Eindrücken, Äußerlichkeiten und harten Fakten. Montgomery: „Die richtige Mischung macht’s – und die ist für jeden Patienten individuell."

© hil/aerzteblatt.de

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Avatar #95273
medicus felix
am Dienstag, 25. August 2009, 19:49

Ist mir egal, ich habe doch genug Patienten!

Subjektivität hin oder her. Fragt man negativ bewertete Ärzte, ob sie durch die Bewertung zurückgehende Patientenzahlen zu verzeichnen haben, antworten 3 von 5 Ärzten, dass ihnen die Bewertung völlig egal sei und sie ausreichend viele Patienten haben, so dass weniger Patienten durch die Bewertung gar nicht so negativ sei. Diese erschreckende Aussagen haben wir bei einer kurzen Umfrage unter verschiedenen, negativ bewerteten Ärzten erhalten. Stellt sich doch die Frage, ob Ärzte, die solche Aussagen machen, sich über den möglichen "Flechenbrand" einer negativen Bewertung überhaupt im Klaren sind. Schließlich kann eine entsprechende, vom Arzt unentdeckte Aussage auch sehr schnell zum Aus für eine Praxis führen. Selbst wenn eine Bewertung verläumnerisch ist und vom jeweiligen Portalbetreiber umgehend entfernt wird, kann niemand mehr nachvollziehen, wo diese Bewertungen bereits überall verbreitet wurde.
Avatar #6628
Raimund Dehmlow
am Donnerstag, 20. August 2009, 11:46

Was sonst, wenn nicht subjektiv

Was soll eine Bewertung durch den Einzelnen denn anders sein als subjektiv?
Avatar #87250
adonis
am Donnerstag, 20. August 2009, 10:15

Ein guter Arzt ist einer, der

mir meine Missbrauchsmedikamente verschreibt, der mich krankschreibt, auch wenn ich nicht krank bin und nach meiner Pfeife tanzt.
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