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Rauchverbot senkt Herzinfarktrate

Montag, 31. August 2009

Barcelona/Düsseldorf – Durch das Rauchverbot in öffentlichen Räumen ist in Island die Zahl der Herzinfarkte bei männlichen Nichtrauchern um 21 Prozent gesunken. Das berichtete am Montag ein Forscherteam beim Europäischen Kardiologenkongress (ESC) in Barcelona. Ein bisher ungeklärter Umstand: Bei Frauen konnte kein solcher Rückgang beobachtet werden.

Die isländische Studie (ESC 2009 Abstract No 978) konzentrierte sich auf Nichtraucher und zeigt auf wie Rauchverbote im öffentlichen Raum dazu beitragen können, akute Herzprobleme von Passivrauchern zu reduzieren.

„Eine Reduktion von akuten Herzinfarkten um 21 Prozent entspricht einer Rate, die sonst nur mit hochpotenten kardiovaskulären Therapien erreicht werden kann", sagt Studienleiter Thorarinn Gudnason. Warum es dabei geschlechtsspezifische Unterschiede gebe, bedürfe weiterer Untersuchungen.

„Seit das Rauchen immer mehr aus dem öffentlichen Leben verschwindet, liegen uns auch immer mehr Daten über die positiven Effekte solcher gesetzlicher Maßnahmen für die Herzgesundheit vor", kommentiert Eckart Fleck von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) die aktuelle Studie.

Es gehe hier um die Vermeidung chronischer Schäden und akuter Erkrankungen, und zwar bei Nichtrauchern genauso wie bei Rauchern. „Deshalb sind weitreichende Rauchverbote aus gesundheitspolitischer Sicht so wichtig", so Fleck. © hil/aerzteblatt.de

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