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Kopfschmerzpatienten bemängeln unzureichende Therapie

Donnerstag, 10. September 2009

Brüssel – Rund 60 Prozent aller Kopfschmerzpatienten sind mit ihrer Behandlung unzufrieden. Dies ergab eine europaweite Befragung der Europäischen Kopfschmerzallianz (EHA). Die EHA wertete die Antworten von 1.642 Patienten sowie von 13 Patientenorganisationen aus zwölf Ländern aus.

84 Prozent der Patienten waren weiblich. 82 Prozent von ihnen litten unter Migräne, die  übrigen unter Spannungs- und Clusterkopfschmerz. Neben Deutschland hatten Belgien, Finnland, Island, Italien, die Niederlande, Norwegen, Serbien, Spanien, Schweden und Großbritannien an der Untersuchung teilgenommen.

Als Grund für ihre Unzufriedenheit gaben 540 Patienten eine unzureichende Therapie an. 291 beklagten, dass es schwierig sei, einen Kopfschmerzspezialisten ausfindig zu machen. Nur etwa die Hälfte (56 Prozent) der Patienten war über ein auf die Behandlung von Kopfschmerzpatienten spezialisiertes Zentrum in ihrer Nähe informiert. 276 Patienten hatten hierüber aus den Medien erfahren. Ärzte als Informationsquelle kamen erst an zweiter Stelle.

Negativ auf die Beurteilung wirken sich aus Sicht der Patientenorganisationen auch inakzeptable Wartezeiten auf eine Therapie sowie eine unzureichende Aufklärung über das Krankheitsbild und die fehlende Spezialisierung von Allgemeinärzten auf die Behandlung Kopfschmerzpatienten aus. Die EHA-Präsidentin Audrey Craven forderte, Ärzte intensiver in der Diagnose und Therapie von Kopfschmerzen zu schulen. © ps/aerzteblatt.de

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