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Katalog für ambulante Leistungen im Krankenhaus erweitert

Freitag, 18. September 2009

Berlin – Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am Donnerstag beschlossen, dass die biliäre Zirrhose und das Kurzdarmsyndrom in geeigneten Krankenhäusern ambulant zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) behandelt werden können.  Die Krankheitsbilder stellten hohe Anforderungen an Diagnostik und Therapie. Patienten würden deshalb in besonderem Maße von einer spezialisierten interdisziplinären Behandlung profitieren, so die Begründung des G-BA.

Abgelehnt wurde hingegen, die Krankenhäuser nach § 116 b für die Versorgung der erblichen Makuladegeneration zu öffnen. Patientenvertreter argumentierten, dass die spezifische Diagnostik ambulant nicht in der Breite abgedeckt sei. „Ein Augenarzt hat im Leben vielleicht nur ein oder zwei Patienten mit einer solchen Erkrankung“, erklärte Patientenvertreter Frank Brunsmann von der Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen. Die Erfahrungen eines Spezialisten seien aber bei der Diagnostik entscheidend.

Kassenärztliche Bundesvereinigung und GKV-Spitzenverband vertreten die Ansicht, dass in einem solchen Fall die Ermächtigung des Spezialisten der bessere Weg sei. „Die Ermächtigung richtet sich direkt an den Spezialisten, §166 b aber an die Klinik“, stellte Johann-Magnus von Stackelberg, stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes des GKV-Spitzenverbandes, klar. „Wenn der Patient in die Klinik kommt und der Spezialist ist gerade nicht da, wird er von jemand anderem untersucht.“ 

Siiri Ann Doka, Patientenvertreterin, gab zu bedenken, dass mit einer Ermächtigung, die alle zwei Jahre erneuert werden müsse, keine Sicherheit für den Patienten bestehe. Im Zweifel hätte dieser das Problem, sich einen neuen Arzt suchen zu müssen, wenn einer Verlängerung scheitere.

Hingegen einstimmig wurden die Protonentherapie zur Behandlung altersbedingter Makuladegeneration sowie die hyperbare Sauerstofftherapie bei Brandwunden und idiopathischer Femurkopfnekrose aus dem GKV-Leistungskatalog ausgeschlossen. Der medizinische Nutzen dieser Verfahren könne nicht belegt werden. © mei/aerzteblatt.de

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