Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Neue Richtlinien für Sterbehilfe in Großbritannien

Montag, 21. September 2009

London – Großbritannien will neue Richtlinien zur Sterbehilfe festlegen. Sie sollen regeln, unter welchen Umständen Beihilfe zum Selbstmord bestraft wird. Der Leiter der britischen Anklagebehörde, Keir Starmer, reagiert damit auf ein jüngst ergangenes Urteil.

Die an multipler Sklerose erkrankte Debbie Purdy hatte vor Gericht eine Klärung der Frage erstritten, ob ihr Ehemann strafrechtlich verfolgt werde, wenn er sie in eine Schweizer Sterbeklinik begleite. Die neuen Richtlinien sollen am Mittwoch verkündet werden, wie britische Medien weiter berichten.

In Großbritannien sieht das Gesetz für Beihilfe zum Selbstmord derzeit bis zu 14 Jahre Haft vor. Betroffene hatten wiederholt kritisiert, es sei unklar, ab welchem Punkt und inwieweit Verwandten und Freunden, die unheilbar Kranken aktive Sterbehilfe ermöglichten, eine Strafverfolgung drohe.

Obwohl mehr als 100 todkranke Briten in den vergangenen zehn Jahren ihr Leben in ausländischen Kliniken beendet haben, ist niemand strafrechtlich für eine Sterbehilfe verfolgt worden.

Beihilfe zum Selbstmord bleibe auch mit den neuen Richtlinien verboten, stellte Starmer den Berichten zufolge klar. Es gehe darum aufzulisten, welche Umstände wahrscheinlich zu einer Strafverfolgung führten. Dabei gehe es unter anderem um die Frage, ob der Sterbehelfer von dem Tod profitiere. Auch müsse zwischen „Beihilfe“ und „Ermutigung“ zum Freitod unterschieden werden. © kna/aerzteblatt.de

Anzeige
Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

18.05.17
Staatliche Suizidbeihilfe: BfArM und BMG prüfen Urteilsbegründung des Bundesverwaltungs­gerichts
Leipzig – Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hatte Anfang März entschieden (Az.: BVerwG 3 C 19.15), dass der Staat Patienten in extremen Ausnahmefällen den Zugang zu einem tödlichen Medikament......
15.05.17
Berlin – Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) wird sich bald mit Anträgen sterbewilliger Patienten befassen müssen, die von der Behörde die Abgabe tödlicher Medikamente......
03.05.17
Berlin – Der Präsident der Bundes­ärzte­kammer (BÄK), Frank Ulrich Montgomery, hat mehr Kreativität gefordert, um Lücken bei der medizinischen Versorgung auf dem Land zu schließen. „Wir brauchen......
13.04.17
Den Haag – Mehr als 6.000 Menschen sind in den Niederlanden 2016 durch aktive Sterbehilfe gestorben. Das sind rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Das geht aus dem Jahresbericht der zuständigen......
12.04.17
London – Ein Gericht in Großbritannien hat gegen den Willen der Eltern einen Behandlungsstopp für ein todkrankes Baby angeordnet. Das Gericht folgte damit gestern einem Antrag der Ärzte des......
07.04.17
Berlin – Einen Monat nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zur Suizidbeihilfe wartet einem Medienbericht zufolge bereits ein Dutzend Schwerkranker auf Abgabe eines tödlichen Medikaments durch......
31.03.17
London – Englands High Court hat gestern das Gesuch eines todkranken Briten abgelehnt, der vor dem Hohen Gericht in London eine Gesetzesänderung bei der Sterbehilfe erstreiten wollte. Das Parlament......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige