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Medizin

Curcumin: Curry-Gewürz mit Antikrebswirkung

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Cork – Curry ist nicht nur für den Magen bekömmlich, sein Inhaltsstoff Curcumin entwickelte in einer Studie im British Journal of Cancer (2009; 101: 1585-1595) auch eine Wirkung gegen Zellen des Ösophaguskarzinoms.

Curcumin verleiht dem Curry (und als Lebensmittelzusatzstoff E 100 auch vielen Fertigprodukten) seine gelbe Farbe. Nicht nur in der indischen Küche ist das Gewürz gefragt. Auch die medizinische Forschung interessiert sich neuerdings für den längst synthetisch hergestellten Naturstoff.

Nachdem er als Mittel zur Wundheilung und gegen Morbus Alzheimer im Gespräch war, gibt es jetzt Hinweise, dass Curcumin auch Krebszellen abtöten könnte. Sharon McKenna vom Cork Cancer Research Centre in Irland hat die Zellen des Ösophaguskarzinoms mit Curcumin versetzt.

Innerhalb eines Tages kam es zum Absterben der Zellen, was die Forscher auf einen in der Krebsforschung derzeit sehr attraktiven Wirkmechanismus zurückführen. Curcumin scheint das Ubiquitin–Proteasom-System der Krebszellen zu stören.

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Über diesen Stoffwechselweg entsorgen Zellen „verbrauchte“ Proteine. Eine Störung hat nach kurzer Zeit eine Akkumulation von Schadstoffen und den Tod der Zellen zur Folge. Proteasom-Inhibitoren gelten als vielversprechender Ansatz in der Krebstherapie. Der erste zugelassene Wirkstoff ist Bortezomib, das zur Behandlung des Multiplen Myeloms eingesetzt wird.

Ob Curcumin sich zum Krebsmedikament eignet, müssen jetzt zunächst tierexperimentelle Studien zeigen. Der Weg bis zum zugelassenen Medikament dürfte noch weit sein. © rme/aerzteblatt.de

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