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Politik

KKH-Allianz fordert Kostendämpfung bei Arzneimitteln

Freitag, 30. Oktober 2009

Hannover – Bis Jahresende werden die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auf fast 28 Milliarden Euro klettern. Darauf verweist die KKH-Allianz. Das sind laut Kasse 1,5 Milliarden mehr als im Vorjahr (plus sieben Prozent).

„Die neue Bundesregierung muss bei den von ihr geplanten Reformen dem Arzneimittelbereich besondere Aufmerksamkeit schenken“, fordert Ingo Kailuweit, Vorstandschef der KKH-Allianz, angesichts dieser Kostensteigerung. Die hohen Steigerungsraten gefährdeten die finanzielle Basis der GKV, weshalb die Problematik kurzfristig angegangen werden müsse.

„Die im Koalitionsvertrag genannte Möglichkeit, dass die Kassen zukünftig die Preise direkt mit den Pharmaherstellern verhandeln dürfen, wäre ein erster Schritt“, so Kailuweit. Aus Sicht der KKH-Allianz sind zu einer wirksamen Kostendämpfung weitere Maßnahmen notwendig. Dass könnten zum Beispiel Preisobergrenzen für patentgeschützte Originale sowie ein reduzierter Mehrwertsteuersatz sein.

Bei der KKH-Allianz sind die Ausgaben für Arzneimittel seit Jahresbeginn um 6,5 Prozent je Versichertem auf insgesamt rund 542 Millionen Euro gestiegen. Jeder der zwei Millionen Versicherten erhielt durchschnittlich Arzneimittel für 276 Euro. Bis zum Jahresende erwartet die Kasse einen Anstieg der Arzneimittelkosten auf voraussichtlich 744 Millionen Euro. © hil/aerzteblatt.de

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