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Internationale Razzia wegen gefälschter Arzneimittel

Freitag, 20. November 2009

Wiesbaden – Gegen den zunehmenden Handel mit gefälschten und illegalen Arzneimitteln im Internet sind weltweit nationale Arzneimittelüberwachungsbehörden, Polizei und Zoll vorgegangen. Wie das Bundeskriminalamt (BKA) am Donnerstagabend in Wiesbaden mitteilte, konzentrierten sich die Fahnder dabei auf die drei Hauptbestandteile von illegalen Websites – den Internetdienstanbieter, die Zahlungssysteme und den Zustelldienst. Die Operation unter dem Namen „Pangea II“ in 26 Ländern sei am Montag gestartet worden.

Während der mehrtägigen Aktion wurden laut BKA 995 Postsendungen beschlagnahmt und 72 Websites vom Netz genommen beziehungsweise abgeschaltet.

Die Ermittler verwiesen auf die stetig steigende Zahl von Websites im Internet, über die gefährliche und illegale Arzneimittel geliefert werden. Bei der Razzia haben demnach Interpol, die Weltgesundheitbehörde WHO und die International Medical Products Anti-Counterfeiting Taskforce zusammengearbeitet.

Ziel dieser Aktion sei es, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren, dass der Kauf von Medikamenten, die von unkontrollierten Websites stammten, „das Risiko beträchtlich erhöht, gefälschte, minderwertige oder gefährliche Produkte zu erhalten.“, hieß es. In Deutschland werde in sechs Fällen in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Bayern und Sachsen wegen Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz ermittelt, erklärte das BKA.

Im Fokus von Staatsanwaltschaften und Polizei stehen dabei die Betreiber verdächtiger Internetseiten, auf denen illegal Arzneimittel angeboten wurden. Die Medikamente enthielten den Ermittlern zufolge zum Teil andere Wirkstoffe oder Wirkstoffstärken als auf der Verpackung angegeben.

Teilweise hätten sie keine Produktbeschreibung (Beipackzettel oder Verpackung) in deutscher Sprache. BKA-Präsident Jörg Ziercke sagte, die Medikamentenfälscher setzten die Verbraucher „schamlos und bewusst erheblichen gesundheitlichen Risiken“ aus. © ddp/aerzteblatt.de

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