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IQWiG legt Abschlussbericht zu Antidepressiva vor

Dienstag, 24. November 2009

Köln – Der Nutzen des Wirkstoff Reboxetin zur Behandlung von Depressionen ist wissenschaftlich nicht erwiesen. Dagegen belegen klinische Studien die Wirksamkeit von Bupropion XL und Mirtazapin. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in seinem heute veröffentlichten Abschlussbericht zum Thema.

Laut IQWiG zeigte die Auswertung von insgesamt 17 Studien keinen Nutzen von Reboxetin für Akuttherapie und Rückfallprävention. Die Patienten hätten auf den Wirkstoff weder besser angesprochen als auf ein Scheinmedikament noch ihren Alltag besser bewältigt.

Dem fehlenden Nachweis eines Nutzens von Reboxetin stehen laut IQWiG dagegen Belege für einen Schaden gegenüber: Sowohl im Vergleich zu Placebo als auch im Vergleich mit dem Wirkstoff Fluoxetin, einem weiteren Antidepressivum aus der Klasse der selektiven Serotoninwiederaufnahmehemmer (SSRI), brachen Patienten die Therapie häufiger wegen unerwünschter Nebenwirkungen ab.
 

Für die Bewertung von Mirtazapin legten die Wissenschaftler 27 Studien zugrunde. Diese zeigten, dass die Akutbehandlung mit Mirtazapin im Vergleich mit Placebo bei mehr Patienten zu einer Besserung der Depression führte. Auch hier zeigte sich jedoch, dass aufgrund der Nebenwirkungen mehr Patienten die Therapie abbrachen als die mit Placebo oder mit anderen Antidepressiva behandelten Patienten.

Der Wirkstoff Bupropion XL eignet sich nach Auswertung von sieben Studien für die Akuttherapie und zur Vorbeugung sogenannter Winterdepressionen. „Bei einigen Patienten verringerten sich die Symptome soweit, dass sie die Kriterien für eine Diagnose Depression nicht mehr erfüllten“, so das IQWiG.

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© hil/aerzteblatt.de

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