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Medizin

Sport fördert Gonarthrose

Dienstag, 1. Dezember 2009

San Francisco – Körperliche Bewegung gilt eine wichtige präventive Maßnahme gegen den Gelenkverschleiß im Alter. Eine Überbeanspruchung kann dem Gelenkknorpel jedoch auch Schäden zufügen, wie eine Studie auf der Jahrestagung der Radiological Society of North America in Chicago zeigt.

Die Osteoarthritis Initiative begleitet derzeit eine Gruppe von fast 5.000 Männern und Frauen, um die Risikofaktoren für die Volkskrankheit Arthrose zu ermitteln. Im Rahmen der Studie wurde bei 236 Männern und Frauen auch eine Kernspintomografie (3,0 Tesla) des Kniegelenks durchgeführt Viele der 45 bis 55-jährigen Teilnehmer hatten hier erste Zeichen einer Arthrose, berichtet Christoph Stehling von der Universität Münster, der derzeit an der Universität von Kalifornien in San Francisco tätig ist: 47 Prozent der Teilnehmer hatten Meniskuskläsionen, bei 75 Prozent war ein Knochenmarködem erkennbar und 17 Prozent hatten Schäden an den Ligamenten.

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Diese Läsionen wurden desto häufiger gefunden je höher die körperliche Aktivität der Teilnehmer war, die mit dem Physical Activity Scale for the Elderly (PASE) Fragebogen erhoben wurde. Teilnehmer mit hohen PASE-Werten hatten signifikant häufiger Knorpelschäden.
 

Hohe PASE-Werte werden von Personen erreicht, die regelmäßig Sport treiben oder in der Hausarbeit oder im Garten körperlich vermehrt aktiv sind. Besonders schädlich für das Kniegelenk könnten Tätigkeiten mit einer hohen Belastung (“high impact”) des Kniegelenks sein, wozu Stehling auch Laufen und Springen zählt. Gesünder für das Kniegelenk könnten “low impact”-Arten wie Schwimmen und Radfahren sein.

Genau genommen lassen sich aus der ersten Querschnittsuntersuchung der Teilnehmer noch keine Risikofaktoren ableiten. Die Osteoarthritis Initiative wird die Patienten jedoch noch über sieben Jahre begleiten. Am Ende wird sich zeigen, welche Aktivitäten das Kniegelenk schonen und welche es über Gebühr belasten können. © rme/aerzteblatt.de

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