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Migränepatienten fühlen sich schlecht behandelt

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Marburg – Mehr als 60 Prozent der Migränepatienten sind unzufrieden mit der Behandlung ihrer Erkrankung. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Europäischen Kopfschmerz Allianz und des Deutschen Grünen Kreuzes (DGK). Hauptgründe dafür seien die mangelnde Wirkung verschiedener Medikamente, ungenügende Aufklärung und Schwierigkeiten bei der Überweisung an einen Spezialisten.

Zwar begaben sich laut Umfrage 62 Prozent der Befragten in medizinische Behandlung, aber nur sechs Prozent gelangten zu einem Kopfschmerzspezialisten. Zudem dauerte es im Durchschnitt 13,6 Jahre, bis die Patienten an ein Kopfschmerzzentrum überwiesen wurden. Die meisten Betroffenen (40 Prozent) gaben an, einen Allgemeinmediziner konsultiert zu haben. Dort fühlten sie sich oft nicht ernst genommen.

„Wir unterstützen zwar den Hausarzt in seiner Funktion als erste Anlaufstelle, weil er seine Patienten oft am besten kennt“, sagt Dietmar Krause, Leiter der Schmerzsektion im DGK. Die Ärzte müssten sich aber intensiver fortbilden, um die Diagnose und Therapie von Migräne zu verbessern. Außerdem müsse der Zugang zu spezialisierten Einrichtungen verbessert und die oft mehrwöchigen Wartezeiten verkürzt werden, fordert der Schmerzexperte. © hil/aerzteblatt.de

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